Nachfrage nach grünem Pass steigt: Zahl der Gesetzesentwürfe im türkischen Parlament erreicht 19
Von Apothekern bis hin zu Journalisten, von Lkw-Fahrern bis zu Dozenten – zahlreiche Berufsgruppen fordern den grünen Pass. Die Zahl der diesbezüglichen Gesetzesentwürfe im Parlament ist auf 19 gestiegen.
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Verschiedene Berufsgruppen wie Apotheker, Journalisten, Lkw-Fahrer, Bürgermeister von Kleinstädten, freiberufliche Buchhalter, Richter und Staatsanwälte, Beamte mit Behinderung, Wachleute, Dorfvorsteher (Muhtare), Gefängniswärter, Ärzte im privaten Sektor, Theaterschauspieler, Dozenten, Berater der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) sowie Gewerkschaftsfunktionäre warten auf eine Gesetzesänderung, um einen grünen Reisepass erhalten zu können.
Wie die Zeitung Sözcü berichtet, sehen die von der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP), der Milliyetçi Hareket Partisi (MHP), der Demokrat Parti (DP), der Demokrasi ve Atılım Partisi (DEVA), der Yeniden Refah Partisi (YRP) und der İYİ Parti ausgearbeiteten Gesetzesentwürfe vor, diesen Berufsgruppen einen grünen Reisepass auszustellen.
Sollten diese Gesetzesentwürfe angenommen werden, stünde die Vergabe von grünen Pässen an mindestens 800.000 weitere Personen, einschließlich Ehepartnern und Kindern, zur Debatte. Derzeit besitzen in der Türkei 1,2 Millionen Menschen einen grünen Pass.
In der gesamten Türkei gibt es 50 Tausend Dorfvorsteher (Muhtar), 29 Tausend Wachleute, 68 Tausend Justizvollzugsbeamte (Gefängniswärter), 3 Tausend Gewerkschaftsfunktionäre, 3 Tausend Journalisten mit 15 Jahren Berufserfahrung, 18 Tausend Apotheker sowie 16 Tausend Richter und Staatsanwälte.
Andererseits begegnen das Außen- und das Innenministerium diesen neuen Forderungen mit Vorsicht, da die Sorge besteht, dass europäische Länder auch für Inhaber von grünen Pässen eine Visumpflicht einführen könnten.