Naci Görür warnt: „Seit vielen Jahren still“ – droht ein Erdbeben der Stärke 12?
Da die Türkei ein Erdbebenland ist, erreichen uns fast täglich Nachrichten über seismische Aktivitäten. Zuletzt ereignete sich am Montag ein Beben der Stärke 4,7 in Ezine, Çanakkale. Der Geologe Prof. Dr. Naci Görür wies im Gespräch mit NTV darauf hin, dass es in der Umgebung von Bingöl-Karlıova und Zypern zu neuen Erdbeben kommen könnte.
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Der Geologe Prof. Dr. Naci Görür warnte davor, dass die Yedisu-Verwerfung, die in Bingöl beginnt und bis nach Erzincan reicht, ein schweres Erdbeben auslösen könnte.
"Der Ort, vor dem wir uns am meisten fürchten, ist Yedisu, das bei Bingöl Karlıova beginnt und bis Erzincan reicht", sagte Görür und betonte, dass dieses Verwerfungsgebiet zuletzt im Jahr 1794 ein Erdbeben verursacht habe und etwa alle 250 Jahre ein Beben erzeuge.
Görür äußerte zudem die Vermutung, dass nach den Erdbeben vom 6. Februar zusätzlicher Stress auf diese Verwerfungslinie ausgeübt wurde.
HELLENISCHER BOGEN
Görür betonte, dass auch der Hellenische Bogen, der die Ägäis und das Mittelmeer betrifft, jederzeit ein schweres Erdbeben auslösen könne. Er wies darauf hin, dass der Hellenisch-Zyprische Bogen gefährlich sei, und erklärte: "Er verläuft südlich von Antalya und Datça. Dort hat es schon lange kein Erdbeben mehr gegeben."
Görür fuhr wie folgt fort:
"Südlich von Rhodos und Kreta bebt jeden Tag die Erde. Eines Tages könnte es hier zu einem schweren Erdbeben kommen, so wie der hellenische Bogen im Jahr 1856 ein Beben mit einer Stärke von über 9 erzeugte. Die Intensität des Bebens erreichte fast 12. Es hat Zypern zerstört."
WARNUNG FÜR MARMARA
Görür erinnerte daran, dass im Marmarameer ein schweres Erdbeben erwartet wird, und sagte: „Das eigentlich zerstörerische Beben erwarten wir im nördlichen Arm.“