Neue Details zur Katastrophe in Kartalkaya: Feuer brach in der Küche aus
Zur Brandkatastrophe im Grand Kartal Hotel im Skizentrum Bolu Kartalkaya sind neue Details bekannt geworden. Den Ergebnissen der Ermittlungen zufolge nahm das Feuer in der Küche seinen Anfang. Die meisten Todesfälle waren auf Rauchgasvergiftungen zurückzuführen.
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Die Türkei spricht seit Tagen über die Katastrophe im Grand Kartal Hotel im Skizentrum Bolu Kartalkaya. Durch das Feuer, das um 03.21 Uhr im Hotel ausbrach, sind bisher 78 Menschen ums Leben gekommen. Nun sind neue Details zu den eingeleiteten Ermittlungen bekannt geworden.
FEUER BRACH IN DER KÜCHE AUS
Ersten Erkenntnissen aus der Ermittlungsakte zufolge begann das Feuer in der Küche des Restaurantbereichs. Das Treppenhaus des Gebäudes fungierte dabei wie ein Schornstein und leitete den entstehenden Rauch in die oberen Stockwerke weiter.
DIE MEISTEN MENSCHEN STARBEN DURCH VERGIFTUNG
Bei der Katastrophe, bei der 78 Menschen ihr Leben verloren, wurde bekannt, dass die meisten Todesfälle auf das entstandene Kohlenmonoxid zurückzuführen sind und ein Großteil der 78 Opfer an einer Gasvergiftung starb.
Für detaillierte und gesicherte Informationen wird der Abschluss des Sachverständigengutachtens erwartet. Wie zu erfahren war, soll das Gutachten noch im Laufe des heutigen Tages fertiggestellt werden.
KEINE SPRINKLERANLAGE VORHANDEN!
Einer weiteren Information zufolge stellte sich heraus, dass in der Restaurantküche, in der das Feuer ausbrach, keine Sprinkleranlage installiert war. Es wurde vermerkt, dass die erste Intervention gegen die Flammen erst 1 Stunde und 15 Minuten nach der ersten Alarmierung erfolgte. Das Feuer wurde insgesamt nach 11 Stunden gelöscht.
Dem Bericht von NTV zufolge ist auch die Zahl derjenigen, die in Todesangst aus den Fenstern des brennenden Gebäudes sprangen und dabei ums Leben kamen, sehr hoch.
11 PERSONEN IN GEWAHRSAM
Im Rahmen der zum Brand eingeleiteten Ermittlungen wurden bisher 11 Personen festgenommen. Unter den Festgenommenen befinden sich der stellvertretende Bürgermeister von Bolu, Sedat Gülener, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Kenan Coşkun, der Geschäftsinhaber, der Geschäftsführer des Unternehmens sowie der Hoteldirektor.
Im erstellten vorläufigen Schadensbericht wurde das Gebäude als "schwer beschädigt" eingestuft.
Für die umfassenden Ermittlungen zum Brand wurden 6 Staatsanwälte, 4 leitende Inspektoren und ein 7-köpfiges Sachverständigenteam eingesetzt. Die Arbeiten dauern an.