Neuer Skandal auf der Neugeborenenstation: Grobe Fahrlässigkeit aufgedeckt
Eine Beschwerde aus Ankara hat den Skandal um die sogenannte „Neugeborenen-Bande“ erneut in den Fokus gerückt, der vorgeworfen wird, Babys aus Profitgier in Krankenhäusern festgehalten und fahrlässig behandelt zu haben. Ein Vater behauptet, dass sein Kind aufgrund der Versäumnisse in einer Privatklinik bleibende gesundheitliche Schäden erlitten habe.
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In Ankara hat sich ein weiterer Skandal um Neugeborene ereignet. Adnan S. hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet, nachdem es während der sechsmonatigen Schwangerschaft seiner Ex-Frau mit Zwillingen bei den Kontrolluntersuchungen durch Prof. Dr. A.B. in einer Privatklinik zu Unregelmäßigkeiten gekommen war.
Adnan S. erklärte, dass Dr. A.B. keine Termine vergeben habe, mit der Begründung, er könne die private Krankenversicherung seiner Frau nicht abrechnen, weshalb sie gezwungen gewesen seien, die Privatpraxis des Arztes aufzusuchen.
FRÜHGEBURT
Die Zwillinge, die als Frühgeburten in der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kamen, wurden auf die Neugeborenenstation des Krankenhauses verlegt.
Adnan S. behauptet jedoch, dass es während der postpartalen Behandlung der Babys zu zahlreichen Versäumnissen gekommen sei. Aufgrund dieser Fahrlässigkeit habe der männliche Säugling bleibende Schäden davongetragen, weshalb er bei der Generalstaatsanwaltschaft Ankara Strafanzeige erstattete.
OPERATIONSENTSCHEIDUNG WAR FALSCH
Nachdem die Familie eine Schwellung am Genitalbereich des Babys bemerkt hatte, suchte sie die Privatklinik auf. Adnan S. gab an, dass ein Kinderchirurg im Krankenhaus eine Operation mit der Diagnose „Leistenbruch“ empfohlen habe. Bei einer Untersuchung in einem anderen Universitätsklinikum hätten sie jedoch erfahren, dass gar kein Grund für eine Operation bestehe.
WAHRHEIT KAM IN ANDEREM KRANKENHAUS ANS LICHT
Die Familie bemerkte, dass der männliche Zwilling weniger aktiv war als seine Schwester, und behauptet, dass der Zustand des Kindes bei den Kontrollen in der Privatklinik verschwiegen worden sei.
Bei Untersuchungen in einem anderen Krankenhaus stellte sich heraus, dass das Kind an „Zerebralparese“ leidet.
SUCHE NACH GERECHTIGKEIT
Adnan S. hat Anzeige gegen die Privatklinik und den Arzt wegen „Amtsmissbrauchs“ und „fahrlässiger Körperverletzung“ erstattet.
Der Vater betonte, dass sein Kind Behandlungen wie Physiotherapie, Sprachtherapie und Ergotherapie benötige, und forderte die Bestrafung aller Verantwortlichen, die im Krankenhaus zu der Fahrlässigkeit beigetragen haben.