Neues Detail im Mordfall Narin Güran: Familienmitglieder haben keine Spuren hinterlassen
Im Fall der in Diyarbakır verschwundenen und in einem Sack tot aufgefundenen 8-jährigen Narin Güran hat sich bei der Auswertung von Telefonüberwachungen herausgestellt, dass die Familienmitglieder keinerlei Hinweise auf den Mord gegeben haben.
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Details zu den Ermittlungen im Mordfall Narin Güran, die am 21. August im Dorf Tavşantepe im Bezirk Bağlar in Diyarbakır verschwand und deren Leiche am 8. September in einem Sack in einem Bach gefunden wurde, sind ans Licht gekommen.
Sechs Tage nach dem Verschwinden des kleinen Mädchens beantragte die Staatsanwaltschaft beim zuständigen Friedensgericht die Überwachung der Telefone der Familienmitglieder. Das Gericht gab dem Antrag statt und begründete dies damit, dass keine andere Möglichkeit bestehe, Beweise zu erlangen.
DIE GESAMTE FAMILIE UNTER ÜBERWACHUNG
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden die Telefone zahlreicher Personen, darunter Narins Vater, Mutter, Bruder, Onkel, Cousins und der Dorf-Imam, zwischen dem 27. August und dem 8. September abgehört. Die Staatsanwaltschaft stieß in diesem Zeitraum jedoch auf keine verdächtigen Gespräche.
In den von der Kommunikationsbehörde BTK an die Staatsanwaltschaft übermittelten Telefonprotokollen fanden sich lediglich Gespräche über den Alltag sowie Diskussionen über die routinemäßigen Suchmaßnahmen nach Narin. Es konnten keinerlei Hinweise auf den Mord festgestellt werden.
Nachdem die Leiche des kleinen Mädchens gefunden worden war, wurden die überwachten Personen noch am selben Tag festgenommen.
Das Fehlen verdächtiger Gespräche oder Nachrichten, die als Beweismittel hätten dienen können, macht die Ermittlungen jedoch noch komplexer. Die Staatsanwaltschaft versucht nun, über andere Beweise voranzukommen.
Die Ermittlungen zum Mordfall Narin Güran dauern an. Zur Identifizierung des Täters oder der Täter werden neue Methoden eingesetzt.