'Punktlandung' bei der Personalbesetzung: Umstrittene Stellenausschreibung führt zu Ernennung von Ali Erbaş
Es war aufgefallen, dass alle spezifischen Anforderungen in einer Stellenausschreibung für Dozenten, die die İstanbul 29 Mayıs Üniversitesi – deren Gründer die Diyanet Vakfı ist – im Oktober 2025 veröffentlicht hatte, exakt auf Ali Erbaş zutrafen. Während die Diskussionen noch andauerten, wurde nun bekannt, dass Erbaş in den akademischen Stab der Universität berufen wurde.
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Der Berufungsprozess an der Istanbuler 29 Mayıs Universität, die durch eine in der Öffentlichkeit umstrittene Stellenausschreibung für Dozenten in die Schlagzeilen geraten war, ist abgeschlossen. Nach der im Oktober 2025 veröffentlichten Ausschreibung, deren Anforderungen laut Kritikern eins zu eins auf den ehemaligen Leiter der Religionsbehörde Diyanet, Ali Erbaş, zugeschnitten waren, wurde bekannt, dass Erbaş in den akademischen Lehrkörper der Universität aufgenommen wurde.
Die betreffende Berufung wurde durch eine Aktualisierung auf der offiziellen Website der Universität sichtbar.
In der von der Istanbuler 29 Mayıs Universität veröffentlichten Stellenausschreibung war angekündigt worden, dass für die theologische Fakultät, Abteilung Philosophie und Religionswissenschaften, ein Akademiker mit dem Titel eines Professors gesucht werde.
Die in der Ausschreibung aufgeführten spezifischen Anforderungen lauteten wie folgt:
Der Kandidat muss den Dozententitel im Bereich Religionsgeschichte erworben haben
Der Kandidat muss über wissenschaftliche Arbeiten in diesem Bereich verfügen
Der Kandidat muss über Erfahrung in der Lehrtätigkeit verfügen
Nach Veröffentlichung der Ausschreibung war bereits bewertet worden, dass sämtliche genannten Qualifikationen mit dem akademischen Werdegang von Ali Erbaş übereinstimmen.
BERUFUNG AUF DER OFFIZIELLEN WEBSITE ERSICHTLICH
Trotz der Kritik und der Debatten wurde der Berufungsprozess abgeschlossen. Der Name von Ali Erbaş wurde in den Bereich „Akademisches Personal“ auf der offiziellen Website der Istanbuler 29 Mayıs Universität aufgenommen.
In einer Mitteilung der Universität hieß es, dass das persönliche akademische Profil von Erbaş in den kommenden Tagen aktualisiert werde.
Es wurde berichtet, dass einige Akademiker innerhalb der Universität nach Bekanntwerden der Ausschreibung in der Öffentlichkeit auf diesen Prozess reagiert hätten. Einige Dozenten äußerten die Befürchtung, dass dieser Schritt negative Folgen für das Ansehen der Universität sowie des ihr angegliederten Zentrums für Islamische Studien haben könnte.
Akademiker, die der Ansicht sind, dass das öffentliche Ansehen der Religionsbehörde Diyanet während der Amtszeit von Erbaş gelitten habe, äußerten demnach die Meinung, dass diese Berufung auch der Universität schaden werde.
Dem Bericht von Mustafa Bildircin von der Zeitung BirGün zufolge wurde daran erinnert, dass Ali Erbaş sein Amt als Leiter der Religionsbehörde Diyanet mit dem Präsidialdekret vom 18. September 2025 niedergelegt hatte.
In dem Bericht wurde zudem die Behauptung aufgeführt, dass Erbaş bereits vor Ablauf seiner Amtszeit Kontakt zur Leitung der Istanbuler 29 Mayıs Universität aufgenommen habe.