Schlechte Nachrichten für Nutzer abgelaufener Make-up-Produkte: Das Schlimmste, was Sie Ihrer Haut antun können!
Experten warnen, dass die Verwendung abgelaufener Hautpflege- und Kosmetikprodukte zu besorgniserregenden Risiken wie verbrannten Wangen, allergischen und unschönen Pickeln sowie unerträglichen Augeninfektionen führen kann.
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Experten warnen, dass alte Kosmetikprodukte einen Nährboden für Bakterien bieten können, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, sich auf der Haut festsetzen und dort Schäden anrichten können.
Erschreckende Bilder zeigen zudem, wie solche bakteriellen Infektionen in den Blutkreislauf gelangen und potenziell lebensbedrohliche Komplikationen verursachen können.
KONSERVIERUNGSMITTEL WERDEN MIT DER ZEIT ZU GIFT!
Dr. Anthony Youn, ein plastischer Chirurg aus Michigan, erklärte, der Grund dafür sei, dass die Konservierungsstoffe, die dazu dienen, die Produkte frisch zu halten, mit der Zeit zerfallen, wodurch die Produkte anfällig für Bakterien- und Pilzkontaminationen werden.
Ebenso können Hautpflegeprodukte, die monatelang nicht verwendet wurden, mit der Zeit konzentrierter werden; dies bedeutet, dass Anwender Formeln auf ihre Haut auftragen, die weitaus stärker sind als in der Werbung angegeben.
ACHTUNG BEI PRODUKTEN MIT VERÄNDERTER STRUKTUR!
Dr. Youn sagte: „Wenn Sie einen aktiven Inhaltsstoff wie eine Säure haben und dieser durch andere Inhaltsstoffe wie Wasser und Öle gepuffert ist, können sich die Strukturen verändern oder sie können anfangen zu verdampfen.
Dadurch kann diese Säure noch stärker werden, und Sie tragen am Ende etwas auf Ihre Haut auf, das weitaus aggressiver ist als zuvor. Sie sollten abgelaufene Produkte nicht auf Ihrer Haut verwenden.“
WIE OFT SOLLTEN PRODUKTE GEWECHSELT WERDEN?
Branchenempfehlungen zufolge sollten Mascara und flüssiger Eyeliner spätestens alle drei Monate, Augenbrauenstifte alle 18 Monate sowie Lippenstift, Lidschatten und Rouge im schlimmsten Fall alle zwei Jahre ausgetauscht werden.
Schwämmchen sollten wöchentlich gewaschen und alle zwei Monate entsorgt werden. Zudem führt das feuchte Liegenlassen von Make-up-Schwämmchen zur Bildung und Ausbreitung von Bakterien.
ES BILDEN SICH BAKTERIEN, DIE MENINGITIS VERURSACHEN KÖNNEN
Dies ist jedoch nicht die erste Warnung von Experten vor den gesundheitlichen Risiken veralteter Make-up-Produkte.
Im Jahr 2015 durchgeführte Labortests von Wissenschaftlern der London Metropolitan University an veralteten Make-up-Produkten ergaben, dass diese potenziell tödliche Bakterien enthalten, darunter auch solche, die Meningitis (Hirnhautentzündung) auslösen können.
Die Forscher testeten fünf Produkte, darunter Rouge, Foundation und Lipgloss, und stellten fest, dass alte Kosmetika potenziell tödliche Bakterien in unsicheren Konzentrationen enthielten.
Einer dieser Keime, Enterococcus faecalis, ist eine der Hauptursachen für Meningitis, die in Großbritannien bei Kindern unter fünf Jahren zu mehr Todesfällen führt als andere Infektionskrankheiten.
KANN ZU REIZUNGEN UND VERSTOPFTEN POREN FÜHREN
Die beratende Dermatologin und Sprecherin der British Skin Foundation, Dr. Emma Wedgeworth, hatte bereits zuvor erklärt, dass das Auftragen abgelaufener Produkte auf das Gesicht „zu Störungen der Hautstruktur, Reizungen oder verstopften Poren führen kann“.
Laut der American Academy of Dermatology sollten Sie Produkte wie Mascara und Eyeliner entsorgen, sobald sie anfangen zu verklumpen.
Make-up-Produkte, die in direkten Kontakt mit den Augen kommen, stellen die gefährlichste Gruppe dar. Denn Augeninfektionen bergen nicht nur große Gefahren, sondern sind auch weitaus schwieriger zu behandeln.
Auch Veränderungen der Konsistenz, wie das Zerbröckeln oder Trennen von Foundations oder Puder-Lidschatten und Rouge, sind weitere wichtige Warnsignale.
Produkte, die unangenehm riechen, ihre Farbe verändert haben oder sich auf der Haut anders anfühlen als gewohnt, sind ebenfalls Gründe, sie in den Müll zu werfen.