Stand wegen Vorwürfen sexueller Übergriffe in der Kritik: TFF äußert sich zu Atakan Karazor
Der stellvertretende TFF-Vorsitzende Ceyhun Kazancı äußerte sich zu dem Fußballer Atakan Karazor, dem sexuelle Übergriffe vorgeworfen werden und dessen Gerichtsverfahren seit zwei Jahren andauert.
12punto
Die türkische Fußballnationalmannschaft trifft am Freitag, den 11. Oktober, in Samsun in der Gruppe 4 der UEFA Nations League B auf Montenegro und am Montag, den 14. Oktober, auswärts auf Island.
Der stellvertretende Vorsitzende des türkischen Fußballverbandes (TFF), Ceyhun Kazancı, beantwortete vor dem gestrigen Abendtraining der Nationalmannschaft die Fragen der Pressevertreter.
Kazancı beantwortete zudem eine Frage zu dem laufenden Verfahren wegen sexuellen Übergriffs gegen den in Deutschland geborenen türkischen Mittelfeldspieler Atakan Karazor vom VfB Stuttgart, der sich kürzlich für die türkische Nationalmannschaft entschieden hatte und in den Kader berufen wurde.
Kazancı erklärte, dass gegen den 27-jährigen Schauspieler ein seit zwei Jahren laufendes Verfahren anhängig sei, und sagte: „Wir glauben an Atakans Unschuld“, bevor er wie folgt fortfuhr:
„Ich verstehe die Sensibilität, die in den letzten Tagen in den sozialen Medien aufgekommen ist. Ich muss betonen, dass die Fälle von Gewalt gegen Frauen und Kinder, die sich in letzter Zeit ereignet haben, uns alle zutiefst bestürzt haben. Ich hoffe, dass diese in naher Zukunft ein Ende finden.“
Es gibt ein Gerichtsverfahren gegen Atakan, das seit 2022 andauert. Jeder Mensch gilt als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist. Wir glauben an Atakans Unschuld. Leider nehmen solche Fälle, insbesondere in der Welt des Fußballs, immer mehr zu.
Er ist mittlerweile in Stuttgart bis zum Kapitän aufgestiegen und die deutsche Nationalmannschaft hatte großes Interesse an ihm. Ich glaube, dass der Fall in sehr naher Zukunft mit einem Freispruch für ihn enden wird.
Wir sind davon überzeugt, dass er uns einen sehr großen Beitrag leisten wird. Das Gerichtsverfahren läuft zwar in Spanien, aber er stand zuletzt im Champions-League-Spiel auswärts gegen Real Madrid auf dem Platz.
Da das Verfahren noch läuft, können wir keine weiteren Informationen geben. Wir müssen zu ihr stehen. Wir sind gegen jede Form von Gewalt.”