Vorsicht, Rentner... Dutzende Menschen mit Kreditlüge betrogen
In Ankara wurden gegen 7 Personen, die 99 Menschen mit der Anzeige „Kredite für Beamte, Rentner und Bedienstete des öffentlichen Dienstes, die sonst keine Kredite erhalten“ dazu brachten, Schuldscheine und Rechnungen zu unterzeichnen, um anschließend deren Gehälter zu pfänden, Haftstrafen zwischen 30 und 954 Jahren gefordert.
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In Ankara wurden für sieben Personen, die 99 Menschen mit dem Versprechen „Kredite für Beamte, Rentner und Staatsbedienstete, die sonst keine Kredite erhalten“ dazu brachten, Schuldscheine und Rechnungen zu unterzeichnen, um anschließend deren Gehälter pfänden zu lassen, Haftstrafen zwischen 30 und 954 Jahren gefordert.
Laut einem Bericht von Dilhan Dumanoğlu in der Zeitung Sabah schilderte Kamil K.Ö. in seiner Eingabe beim CİMER, dass er von Ünal K. 18.000 Lira zu einem monatlichen Zinssatz von 20 Prozent erhalten habe. Er gab an, dass von ihm ein blanko unterzeichneter Schuldschein verlangt wurde und er dies aufgrund seiner schwierigen finanziellen Lage akzeptiert habe.
Kamil K.Ö. berichtete, dass ihm trotz einer Zahlung von 37 Tausend Lira sein Schuldschein nicht zurückgegeben wurde und er zudem mit der Behauptung bedroht wurde, seine Schuld sei noch nicht beglichen. Er erklärte, dass auf dem Schuldschein nachträglich ein Betrag von 90 Tausend TL eingetragen und dieser beim 8. Vollstreckungsamt Ankara zur Zwangsvollstreckung eingereicht wurde.
In einer von der Generalstaatsanwaltschaft Ankara eingeleiteten Untersuchung wurde festgestellt, dass sieben Verdächtige Anzeigen druckten und diese an Bushaltestellen, in Kaffeehäusern und an ähnlichen Orten aushingen sowie über soziale Medien Werbung für die Vergabe von Krediten zu Wucherzinsen schalteten.
Es wurde angegeben, dass die Verdächtigen die Internetadresse ksmkuyumculuk.com sowie ein Social-Media-Konto nutzten.
In der im Rahmen der Ermittlungen erstellten Anklageschrift wird für Altan P. und İbrahim M. wegen des Vorwurfs des 'Wuchers' eine Freiheitsstrafe von bis zu 30 Jahren, für Tahsin Yasin K. von bis zu 120 Jahren, für Bahri G. von bis zu 930 Jahren, für Ünal K. von bis zu 954 Jahren, für Cansu A. von bis zu 54 Jahren und für Şerife K. von bis zu 234 Jahren gefordert.
In der Anklageschrift wird zudem aufgeführt, dass die Verdächtigen von 99 Geschädigten unrechtmäßige Gewinne in Höhe von 5 Millionen Lira erlangt haben.