Vulkan auf Santorin schlägt Alarm: Sind auch die türkischen Küsten gefährdet?
Die zunehmende seismische Aktivität in der Ägäis hat die Möglichkeit eines Ausbruchs des Vulkans auf Santorin wieder in den Fokus gerückt. Geophysiker warnen, dass ein möglicher Ausbruch nicht nur Griechenland, sondern auch die türkischen Küsten beeinträchtigen könnte. Drohen Gefahren wie Tsunamis, Erdbeben und Ascheregen?
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Die weltberühmte griechische Touristeninsel Santorin erlebt aufgrund der zunehmenden seismischen Aktivität unruhige Tage.
Die Möglichkeit eines Ausbruchs des Vulkans auf Santorin hat sowohl bei der Inselbevölkerung als auch in den umliegenden Regionen große Panik ausgelöst. Zahlreiche Menschen strömten zum Hafen von Santorin, um einer möglichen Katastrophe zu entkommen und die Reise nach Athen anzutreten.
Die Behörden haben für den Notfall Such- und Rettungsteams sowie unbemannte Luftfahrzeuge auf die Insel entsandt. Zudem wurden Zelte für das Rettungspersonal errichtet und Schulen geschlossen.
Wiederholt sich die Geschichte?
Historiker erinnern daran, dass der Ausbruch auf Santorin um 1600 v. Chr. zum Untergang der minoischen Zivilisation führte. Heute verstärken die Magmaansammlungen rund um den Vulkan und eine Reihe von Erdbeben der Stärke 3 bis 4,9 die Katastrophenszenarien.
Unsere Küsten könnten betroffen sein
Der Geophysiker Prof. Dr. Övgün Ahmet Ercan erklärte, dass die Erdbeben rund um Santorin durch Magma in 1200 bis 2200 Grad Celsius heißer Tiefe unter dem Meer verursacht werden.
Prof. Dr. Ercan sagte: "Dies führt dazu, dass die Region durch den hohen Druck an die Schwelle eines Ausbruchs gelangt. Ein möglicher Ausbruch könnte in der Ägäis Erdbeben der Stärke 5 bis 7 auslösen. Mit diesen Beben könnten Tsunami-Wellen entstehen. Nicht nur Griechenland, sondern auch die türkischen Küsten könnten von diesen Wellen betroffen sein."
Die Zukunft von Santorin ist ungewiss
Prof. Dr. Ercan fügte hinzu: "Wenn der Vulkan den Widerstand der Erdkruste überwindet, ist ein großer Ausbruch unvermeidlich. Lavaströme, vulkanische Bomben sowie das Auswerfen von Gestein und Asche könnten auftreten. Dieser Ausbruch könnte Monate oder sogar Jahre andauern."