Warum gibt es am 2. April einen Boykott?
In der Türkei wurde für den 2. April ein allgemeiner Boykott beschlossen. Auch der CHP-Vorsitzende Özgür Özel schloss sich dem von Universitäten initiierten Boykottaufruf an.
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Nach der Verhaftung des Bürgermeisters der Stadt Istanbul, Ekrem İmamoğlu, wurden 301 Universitätsstudenten, die an den Kundgebungen in Saraçhane teilgenommen hatten, festgenommen und inhaftiert. Die Universitätsstudenten haben beschlossen, am 2. April einen Konsumboykott durchzuführen, um gegen diese Verhaftungen zu protestieren. Die Teilnehmer des Boykotts werden an diesem Tag keinerlei Einkäufe tätigen.
Der Vorsitzende der CHP, Özgür Özel, unterstützte diese von den Studenten initiierte Aktion ebenfalls. In einem Beitrag erklärte Özel: „301 Universitätsstudenten, die an vorderster Front gegen den Putsch vom 19. März Widerstand leisteten und für ihre Zukunft eintraten, wurden rechtswidrig inhaftiert und verbringen das Fest getrennt von ihren Familien. Ich unterstütze von ganzem Herzen den von den Jugendlichen initiierten Konsumboykott gegen diese Unterdrückung von Studenten, Müttern, Vätern und Geschwistern. Ich lade jeden dazu ein, sich diesem Boykott anzuschließen und seine Macht als Verbraucher zu nutzen.“
Eintägige Boykottaktionen, bei denen auf Einkäufe verzichtet wird, sind in letzter Zeit auch auf dem Balkan häufiger ein Thema. Die in Kroatien begonnenen eintägigen Boykottaktionen haben sich inzwischen auch auf Bosnien und Herzegowina, Serbien, Montenegro, Slowenien und Nordmazedonien ausgeweitet.