Was wird die CHP tun, wenn İmamoğlus Diplom annulliert wird? Der Fahrplan der Partei steht fest
Im CHP-Parteivorstand (MYK) wurden die Ermittlungen gegen das Diplom von Ekrem İmamoğlu sowie die Vorwahlen am 23. März erörtert. Die Parteiführung hat festgelegt, welche Schritte im Falle einer möglichen Annullierung des Diploms unternommen werden sollen. Hier sind die Details...
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Der Zentrale Exekutivausschuss (MYK) der CHP trat zusammen, um die gegen das Diplom des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu eingeleiteten Ermittlungen sowie die für den 23. März angesetzten Präsidentschaftsvorwahlen zu beraten. Während des Treffens wurde die Strategie für den Umgang mit der Diplomkrise festgelegt.
Nach Informationen von ANKA erinnerte die CHP-Führung daran, dass die Frist für den Einspruch gegen Verwaltungsentscheidungen 60 Tage beträgt, und kam zu dem Schluss, dass eine Annullierung von İmamoğlus Diplom rechtlich nicht möglich sei. Dennoch wurde betont, dass für den Fall einer möglichen Annullierungsentscheidung ein Fahrplan vorbereitet wurde.
AUSWIRKUNGEN AUF DEN VORWAHLPROZESS
Nach Informationen aus CHP-Kreisen wurde betont, dass der Vorwahlkalender im Falle einer Annullierung des Diploms von Ekrem İmamoğlu ohne Unterbrechung fortgesetzt werde. Die Parteiführung erklärte, dass der Wahlkampf beschleunigt werde, und teilte mit, dass die Diplomdebatte nicht zu einem Vorteil für die AKP geführt habe; aktuellen Umfragen zufolge liege İmamoğlu 3,5 Prozentpunkte vor seinem Konkurrenten.
Für die am 23. März stattfindenden Vorwahlen wird eine hohe Wahlbeteiligung erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass mehr als 1 Million CHP-Mitglieder an die Urnen gehen werden.
Unterdessen wurden auch die Details des rechtlichen Vorgehens gegen eine mögliche Annullierungsentscheidung bezüglich İmamoğlus Diplom geklärt.
Laut einem von İmamoğlus Anwalt Mehmet Pehlivan erstellten Informationsvermerk wird nach einer Annullierungsentscheidung Klage bei den Verwaltungsgerichten eingereicht und der Prozess vor den Staatsrat (Danıştay) gebracht.
Darüber hinaus wird argumentiert, dass die Diplomermittlung eine Form der juristischen Schikane darstelle, weshalb Beschwerden beim Verfassungsgericht (AYM) und beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) eingereicht werden sollen.
Zudem wurde erklärt, dass aufgrund der Annahme, es handele sich um einen politischen Schachzug zur Verhinderung von İmamoğlus Präsidentschaftskandidatur, Strafanzeigen gegen die für rechtswidrige Entscheidungen verantwortlichen Beamten wegen „Amtsmissbrauchs“ und „Versuchs der Abschaffung der Verfassung“ erstattet werden sollen.