Weitet sich die Can-Holding-Untersuchung auf die Regierung aus? Haftbefehl gegen AKP-Gründer erlassen
Im Rahmen der Can-Holding-Untersuchung wurde ein Haftbefehl gegen den Geschäftsmann Cüneyd Zapsu erlassen. Da sich Zapsu jedoch im Ausland aufhielt, wurde der Beschluss später aufgehoben und er sagte als Zeuge aus.
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Im Rahmen der von der Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungen zur „Can Holding“ wurde bekannt, dass ein Haftbefehl gegen den Geschäftsmann Cüneyd Zapsu erlassen wurde. Da sich Zapsu jedoch im Ausland befand, wurde der Haftbefehl nach entsprechenden Kontakten wieder aufgehoben.
ZAPSU SAGTE ALS ZEUGE AUS
Wie der Journalist Barış Terkoğlu berichtete, wurde Zapsu als Zeuge zur Aussage geladen. Terkoğlu teilte zudem mit, dass Zapsu die Fragen zu den Vorwürfen nicht beantwortet habe. Diese Entwicklung ereignete sich zu einem Zeitpunkt, an dem die Ermittlungen ausgeweitet wurden.
In den von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungen gegen die Can Holding stehen Vorwürfe wie „Bildung einer kriminellen Vereinigung“, „Leitung einer kriminellen Vereinigung“, „Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung“, „Geldwäsche aus Straftaten“ sowie „qualifizierter Betrug“ im Raum. Im Zuge der Ermittlungen wurden 6 Verdächtige, darunter der Eigentümer der Can Holding, Kemal Can, festgenommen. Der Vorstandsvorsitzende der Can Yayın Holding, Mehmet Kenan Tekdağ, wurde unter Hausarrest freigelassen.
Die Ermittlungen gegen die Can Holding wurden ausgeweitet und erreichten auch die Ciner-Gruppe. Gegen den Chef der Ciner-Gruppe, Turgay Ciner, wurde ein Haftbefehl erlassen, da er sich im Ausland aufhält. Zudem wurden für Unternehmen der Ciner-Gruppe Zwangsverwalter bestellt und 12 Verdächtige festgenommen.
Turgay Ciners Sohn Atilla Ciner und der CEO der Ciner Glass A.Ş., Gökhan Şen, wurden mit dem Antrag auf Untersuchungshaft dem zuständigen Friedensgericht vorgeführt. Beide wurden inhaftiert.