Neue Details im Mordfall Narin Güran! Mit 480 Beweismitteln erklärt: War die Wahrsager-Geschichte ein taktisches Manöver?
Im Ermittlungsverfahren zum Mord an Narin Güran sind neue Details ans Licht gekommen. Der Gendarmerie-General Hüseyin Kurtoğlu bestätigte die Angelegenheit mit der Wahrsagerin, stellte jedoch klar, dass es sich dabei um eine Taktik zur Beweissicherung handelte. Es wurden wichtige Informationen über die Ermittlungen geteilt, in deren Rahmen 480 Beweismittel gesammelt wurden. Hier sind die Einzelheiten...
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General Hüseyin Kurtoğlu erläuterte detailliert den Such- und Ermittlungsprozess nach dem Verschwinden von Narin Güran.
„Als man innerhalb der ersten drei Tage feststellte, dass die Familie und die Dorfbewohner die Gendarmerie in die Irre führten, schalteten sich die Justizbehörden ein und leiteten ein offizielles Ermittlungsverfahren ein. Ab dem dritten Tag ging die Untersuchung vollständig in die Kontrolle der Justizbehörden über“, sagte er.
Laut einem Bericht von Sputnik erklärte Kurtoğlu auch den Grund für die Aussage des Provinz-Gendarmeriekommandanten am 8. Tag, dass sich der „Kreis schließe“:
„Damit die Ermittlungen erfolgreich voranschreiten konnten, mussten wir der Familie Vertrauen vermitteln. Es wurden ständig falsche Hinweise gegeben und durch gezielte Ablenkungen Zeit verschwendet. Diese Aussage wurde getroffen, um die Familie unter Kontrolle zu halten.“
WARUM WURDE EIN WAHRSAGER AUFGESUCHT?
Kurtoğlu klärte auch den Punkt mit dem Wahrsager auf, der in den Ermittlungen am stärksten kritisiert wurde, und bestätigte, dass Salim Güran unter Aufsicht der Gendarmerie einen Wahrsager aufgesucht hatte. Er betonte jedoch, dass dieser Prozess eine Taktik zur Beweissicherung gewesen sei:
„Die Gendarmerie ist nicht zum Wahrsager gegangen, aber es wurde ein Begleitpersonal gefunden, das Güran folgte. Alles, was während des Gesprächs gesagt wurde, wurde protokolliert und dem Kommando gemeldet. Während des gesamten Ermittlungsprozesses wurden alle Verfahren lückenlos angewendet.“
Kurtoğlu teilte Details zu den Sucharbeiten nach dem Verschwinden von Narin Güran mit und erklärte, dass AFAD und lokale Teams den Tatort zweimal durchsucht hätten, das Kind jedoch nicht gefunden werden konnte.
„Wir haben die Lage bewertet und das professionelle Taucherteam des Gendarmerie-Spezialkommandos für öffentliche Sicherheit aus Ankara in die Region geschickt. Er erklärte, dass die Einsatzkräfte bis in die Kanalisation vorgedrungen seien und Narins leblosen Körper unter Steinen gefunden hätten.“
Kurtoğlu betonte, dass die Ermittlungen akribisch geführt wurden, und reagierte auf die Kritik aus den Medien.
„Diese Ermittlung wurde einwandfrei durchgeführt. Doch die Medien haben den Eindruck erweckt, als sei die Gendarmerie unfähig gewesen. Dabei gibt es weltweit und auch in der Türkei viele ungelöste Vermisstenfälle. Wir haben den Mord an Narin in kurzer Zeit aufgeklärt. Dies ist eine ungerechtfertigte Wahrnehmung“, sagte er.
480 BEWEISSTÜCKE SICHERGESTELLT
Kurtoğlu unterstrich den Erfolg der Gendarmerie bei kriminaltechnischen Untersuchungen und gab folgende Informationen zu den im Rahmen der Ermittlungen gewonnenen Beweisen:
„Als das Fahrzeug identifiziert wurde, in dem Narins Leichnam transportiert wurde, wurde es ohne jegliche Einmischung mit einem Abschleppwagen zum Kriminaltechnischen Labor in Van gebracht. Bei den dort durchgeführten Untersuchungen wurden genau 480 verschiedene Befunde festgestellt. Auch die Speichelproben, die von Salim Güran genommen wurden, konnten dank dieser Analysen gefunden werden.“
Die Ermittlungen zum Mordfall Narin Güran sorgen weiterhin für großes öffentliches Aufsehen. Die Gendarmeriebehörden geben an, dass die Beweise akribisch gesammelt wurden, um im Gerichtsverfahren verwertet zu werden, und dass die Ermittlungen transparent geführt werden. Weitere Entwicklungen werden in den kommenden Tagen erwartet.