Achten Sie auf Anzeichen, die auf ein Diabetes-Risiko hindeuten!
Wenn Sie unter Schwindel oder Ohnmachtsgefühlen leiden, könnte dies ein Anzeichen für ein erhöhtes Risiko sein, in Zukunft an Diabetes zu erkranken.
12punto
Ungarische Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Personen mit einem Risiko für Typ-2-Diabetes eine sechsmal höhere Wahrscheinlichkeit haben, Nervenschäden zu erleiden, die mit Herzbeschwerden in Verbindung stehen. Forscher der Semmelweis-Universität erklären, dass subtile Anzeichen dieser Nervenschäden bereits auftreten können, noch bevor eine Diabetes-Diagnose gestellt wird.
Neuropathie bedeutet Nervenschädigung und ist eine bekannte Komplikation von Diabetes. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass diese Schädigung auch auftreten kann, bevor sich Diabetes entwickelt. Die Forscher schlagen vor, dass diese Erkenntnisse genutzt werden könnten, um Anzeichen einer Neuropathie bei Personen mit Diabetes-Risiko zu überwachen und Nervenschäden zu verlangsamen oder zu verhindern.
In der Studie wurden die Gesundheitsdaten von 44 Personen mit hohem Diabetes-Risiko untersucht. Dabei wurden der Herzschlag der Teilnehmer sowie die Reaktionen ihres Körpers auf Empfindungen wie Schmerz, Brennen und Taubheit gemessen. Die Ergebnisse zeigten, dass bei dieser Gruppe die Wahrscheinlichkeit, an einer Form von Nervenschädigung namens parasympathische Neuropathie zu leiden, 5,9-mal höher war.
Es wurde betont, dass dieser Zustand, der als kardiale autonome Neuropathie (KAN) bekannt ist und eine Art herzbezogene Nervenschädigung darstellt, bei Personen mit Diabetes-Risiko häufiger vorkommt. Laut dem NHS kann sich diese Art der Neuropathie durch Symptome wie schnelle Ermüdung bei körperlicher Betätigung und Schwindel beim Aufstehen bemerkbar machen.
Die Untersuchung ergab zudem, dass die Häufigkeit einer sensorischen Neuropathie in der Risikogruppe ebenfalls höher ist. Diese Art der Neuropathie kann sich durch Symptome wie Taubheit, Kribbeln, Brennen und Schmerzen in den Füßen und Händen äußern und sich mit der Zeit auf alle Gliedmaßen ausbreiten. Diese Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Frontiers in Endocrinology veröffentlicht.