Achtung bei Augeninnendruck ab 40 Jahren

Der Facharzt für Augenheilkunde und Augenchirurgie Prof. Dr. Abdullah Özkırış gab wichtige Warnhinweise zum Thema Augeninnendruck. Özkırış wies darauf hin, dass das Glaukom, also der erhöhte Augeninnendruck, der bei Personen über 45 Jahren häufig vorkommt, im Frühstadium schleichend und ohne jegliche Symptome voranschreitet.

İHA

Der Facharzt für Augenheilkunde und Augenchirurgie Prof. Dr. Abdullah Özkırış gab wichtige Warnhinweise zum Thema Augeninnendruck.

Özkırış betonte, dass der Augeninnendruck eine tückische Krankheit sei, die ohne Symptome voranschreite und zu einer irreversiblen, dauerhaften Erblindung führen könne. Er erklärte, dass die Krankheit bei frühzeitiger Erkennung durch medikamentöse oder chirurgische Behandlungsmethoden effektiv therapiert werden könne: "Die neuesten Medikamente können das Fortschreiten der Krankheit verhindern und zu erfreulichen Ergebnissen führen. Um zu verhindern, dass ein Glaukom zu dauerhaftem Sehverlust führt, ist eine jährliche Augenuntersuchung von großer Bedeutung. Die ersten Anzeichen der Krankheit treten bei Personen über 40 Jahren auf. Das Risiko für das Auftreten ist bei älteren Patienten höher. Der wichtigste Risikofaktor ist eine familiäre Vorbelastung mit Glaukom. Darüber hinaus ist das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken, bei Diabetes- und Bluthochdruckpatienten erhöht. Personen mit Glaukomfällen in der Familie sollten sich alle 6 Monate einer Augenuntersuchung unterziehen", sagte er.

Der Facharzt für Augenheilkunde und Augenchirurgie Prof. Dr. Abdullah Özkırış äußerte sich wie folgt: "Es ist wichtig, nach dem 40. Lebensjahr einmal jährlich eine routinemäßige Augenkontrolle durchführen zu lassen. Personen mit schweren Augenerkrankungen wie Glaukom in der Familiengeschichte sollten sich alle 6 Monate untersuchen lassen. Obwohl das Glaukom als Augeninnendruck bekannt ist, reicht die alleinige Messung des Augeninnendrucks für eine Diagnose nicht aus. Denn es gibt auch Glaukomarten, bei denen der Augeninnendruck nicht erhöht ist. Man muss sorgfältig auf die Vertiefung und Ausdünnung des Sehnervs hinter dem Auge achten. Wenn bei der Untersuchung ein hoher Augeninnendruck gemessen wird, muss die Dicke der Hornhaut, der transparenten Schicht des Auges, überprüft werden. Für die Diagnose ist zudem ein computergestützter Gesichtsfeldtest zur Beurteilung der Verengung des peripheren Sehfeldes sowie eine Analyse des Sehnervs mittels OCT-Gerät erforderlich. Mit den derzeitigen Behandlungsmethoden kann das Fortschreiten der Krankheit gestoppt werden. Bei einem Glaukom wird in Fällen, in denen der Augeninnendruck nicht extrem hoch ist, zunächst eine medikamentöse Therapie angewandt. Mit diesen Medikamenten wird versucht, den Augeninnendruck auf normale Werte zu senken. Während der medikamentösen Behandlung wird der Patient in bestimmten Abständen nachkontrolliert. In Fällen, in denen der Augeninnendruck trotz medikamentöser Behandlung nicht sinkt, können chirurgische Methoden angewandt werden. Es sollte nicht vergessen werden, dass das Ziel bei allen medikamentösen oder chirurgischen Behandlungen des Glaukoms darin besteht, den aktuellen Zustand des Auges zu erhalten. Da die durch die Krankheit verursachten Sehverluste nicht rückgängig gemacht werden können, sollten routinemäßige Augenuntersuchungen niemals vernachlässigt werden."