Achtung bei chronischer Nierenerkrankung: Früherkennung ist lebenswichtig
Während die chronische Nierenerkrankung weltweit und in der Türkei ein zunehmendes Gesundheitsproblem darstellt, spielen eine frühzeitige Diagnose und Intervention eine entscheidende Rolle bei der Veränderung des Krankheitsverlaufs.
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Die chronische Nierenerkrankung (KNE) wird als ein lang anhaltendes Gesundheitsproblem definiert, bei dem die Nierenfunktionen allmählich verloren gehen. Doç. Dr. Osman Şahin von der Nephrologie-Abteilung des Krankenhauses der Universität Okan in Istanbul teilte wertvolle Informationen über die Ursachen und Diagnosemethoden dieser Krankheit.
CHRONISCHE NIERENERKRANKUNG: EIN WACHSENDES PROBLEM DER ÖFFENTLICHEN GESUNDHEIT
Die chronische Nierenerkrankung (KNE) ist ein weit verbreitetes und bedeutendes Gesundheitsproblem, das sowohl weltweit als auch in der Türkei die öffentliche Gesundheit bedroht. Obwohl die Krankheit dank Früherkennung verhindert oder ihr Fortschreiten verlangsamt werden kann, wird betont, dass das Bewusstsein hierfür gering ist. Laut einer Untersuchung der Türkischen Nephrologie-Gesellschaft liegt der Anteil der Patienten, die ihre Erkrankung bei schweren KNE-Fällen kennen, bei unter 10 %.
Aufgrund des mangelnden Bewusstseins erhalten viele Menschen erst in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit eine Diagnose, was den Einsatz von Behandlungsoptionen wie Dialyse oder Nierentransplantation erforderlich macht.
DIE BEDEUTUNG VON DIAGNOSE UND FRÜHERKENNUNG
Die Diagnose einer chronischen Nierenerkrankung (KNE) basiert auf Anomalien bei Nierenfunktionstests, die länger als drei Monate anhalten. Zur Beurteilung der Nierenfunktion werden die Kreatininwerte gemessen und die Filterkapazität der Nieren berechnet. Wenn die Filtrationsrate über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten unter 60 ml/min bleibt, wird die Diagnose KNE gestellt. Zudem spielen Anomalien wie Proteinurie im Urin sowie Veränderungen, die mittels Ultraschall oder Biopsie festgestellt werden, eine wichtige Rolle im Diagnoseprozess.
Bereits ab den frühen Stadien der KNE steigt bei Patienten das Risiko für Todesfälle aufgrund kardiovaskulärer Komplikationen. Daher ist die Diagnose der Krankheit in frühen Stadien und die Einleitung notwendiger Maßnahmen von entscheidender Bedeutung für die Steigerung der Lebenserwartung und Lebensqualität der Patienten.
JEDER 7. ERWACHSENE IST GEFÄHRDET
Einer im Jahr 2012 in der Türkei durchgeführten Studie zufolge wird bei jedem siebten Erwachsenen eine chronische Nierenerkrankung (KNE) festgestellt. Insbesondere Personen mit Diabetes, Bluthochdruck und Nierensteinen in der Vorgeschichte sowie Menschen mit familiärer Vorbelastung für Nierenerkrankungen gehören zur Hochrisikogruppe für KNE.
Experten betonen, dass es für diese Hochrisikopersonen von großer Bedeutung ist, regelmäßige Gesundheitskontrollen durchführen zu lassen und durch eine frühzeitige Diagnose das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Kontrolle von Komplikationen und Lebensstiländerungen zur Vorbeugung der Krankheit eine entscheidende Rolle im Behandlungsprozess spielen.
Die chronische Nierenerkrankung ist ein in der Gesellschaft weit verbreiteter Zustand, der aufgrund mangelnden Bewusstseins zu ernsthaften Gesundheitsproblemen führen kann. Durch Früherkennung und regelmäßige Nachsorge kann das Fortschreiten der Krankheit verhindert werden. Insbesondere für Personen in der Risikogruppe ist es lebenswichtig, regelmäßige Kontrollen nicht zu vernachlässigen, um gesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit KNE vorzubeugen.