Affenpocken-Ausbruch in Afrika breitet sich weiter aus: WHO gibt Patientenzahlen bekannt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mitgeteilt, dass in diesem Jahr 30.000 Verdachtsfälle auf das Affenpocken-Virus registriert wurden, die Mehrheit davon im Kongo.

İHA

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bekannt gegeben, dass in diesem Jahr in Afrika 30.000 Verdachtsfälle auf das Affenpocken-Virus (M-Pox) aufgetreten sind. Die Mehrheit der Fälle wurde in der Demokratischen Republik Kongo verzeichnet, wo die Tests zum Nachweis des Virus mittlerweile aufgebraucht sind.

Laut dem WHO-Bericht sind auf dem gesamten Kontinent mehr als 800 Menschen infolge einer vermuteten M-Pox-Infektion gestorben.

Die WHO teilte mit, dass in Afrika im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. September dieses Jahres 29.342 Verdachtsfälle auf M-Pox und 812 Todesfälle registriert wurden. Weltweit wurden im August 2.082 M-Pox-Fälle bestätigt, was den höchsten Stand seit November 2022 darstellt.

Andererseits wurde in dem Bericht auch Burundi als vom Ausbruch betroffen genannt; ein Vergleich der Zahlen mit den Vorjahren wurde jedoch nicht vorgenommen.

In den vergangenen Wochen haben westliche Länder über die WHO mehr als 30.000 Impfdosen an den Kongo gespendet, wo die Fälle weit verbreitet sind.

AFFENPOCKEN-FÄLLE NEHMEN JÄHRLICH ZU

Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union erklärte, dass im Jahr 2023 in den sieben betroffenen Ländern 14.957 Fälle und 739 Todesfälle verzeichnet wurden, was im Vergleich zu 2022 einem Anstieg der Neuerkrankungen um 78,5 Prozent entspricht.

Es wird geschätzt, dass die Fallzahlen im Jahr 2024 weiter ansteigen werden. Die offiziellen Daten der WHO werden jedoch erst Ende 2024 und Anfang 2025 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Weltbank hatte am Samstag bekannt gegeben, dass sie zehn afrikanischen Ländern 128.089 Dollar an Mitteln zur Bekämpfung des Ausbruchs bereitgestellt hat.