'Antibiotika'-Warnung für Kinder im Schulalter
Experten betonen, dass bei Schulkindern häufig auftretende Atemwegsinfektionen viralen Ursprungs sein können und man daher nicht auf eine Antibiotikabehandlung bestehen sollte.
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Doz. Dr. Ahmet Özdemir, Facharzt für Kinderheilkunde und Neugeborenen-Intensivmedizin am Stadtkrankenhaus Kayseri, erklärte, dass mit Beginn der Wintersaison und sinkenden Temperaturen Infektionskrankheiten zunehmen und Erkältungen sowie Grippeerkrankungen häufiger auftreten.
"Man darf nicht vergessen, dass die meisten Infektionen, insbesondere bei kleinen Kindern, viral bedingt sind. Bei viralen Infektionen sollte man nicht auf Antibiotika bestehen", sagte Özdemir und betonte, dass durch eine symptomatische Behandlung die Belastung von Leber und Nieren bei Säuglingen, Kleinkindern und insbesondere kleinen Kindern nicht unnötig erhöht werden sollte.
AUSGEWOGENE ERNÄHRUNG UND AUSREICHENDE FLÜSSIGKEITSZUFUHR SIND WICHTIG
Özdemir erklärte, dass sich die Symptome bei viralen und bakteriellen Infektionen ähneln und Infektionen der oberen Atemwege bei falscher Behandlung zu Infektionen der unteren Atemwege führen können. Daher sei es wichtig, das vom Arzt ausgestellte Rezept zu befolgen, auf eine ausgewogene Ernährung des Kindes zu achten und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu unterstützen.
Doz. Dr. Özdemir wies darauf hin, dass bei Patienten mit viralen Infektionen die Wahrscheinlichkeit einer Infektion der unteren Atemwege steigt, wenn das Fieber nicht sinkt, die Symptome nachts zunehmen und bei Säuglingen eine Blaufärbung auftritt.
ACHTUNG BEI DER MASKENNUTZUNG
Özdemir erinnerte daran, dass das Tragen von Masken, insbesondere während der Covid-19-Pandemie, vor Infektionen schützte und die Krankenhausaufnahmeraten vor allem in den kindlichen Altersgruppen senkte. Er wies darauf hin, dass virale Infektionen durch Tröpfchen- und Kontaktübertragung verbreitet werden.
Özdemir erklärte, dass das Tragen von Masken in Schulen oder in geschlossenen Räumen bei Kindern, wenn die Maske nicht korrekt verwendet wird, schlimmer sein kann, als gar keine Maske zu tragen: "Wenn wir auf etwas Abstand achten, selbst ohne Maske, ist es nicht zwingend erforderlich, sich nur mit einer Maske zu schützen.
Wir können jedoch Patienten mit einer zugrunde liegenden Immunschwäche empfehlen, in Zeiten vorübergehender Epidemien Masken zu tragen. Wir müssen auf unsere persönliche Hygiene achten, insbesondere auf das Händewaschen. Denn wir wissen, dass solche viralen Erreger selbst auf unbelebten Oberflächen bis zu 48-72 Stunden überleben können."