Bahnbrechende Methode in der Krebsbehandlung

Die Entwicklungen in der Welt der Wissenschaft schreiten unaufhaltsam voran. US-Wissenschaftler haben eine neue Methode zur Krebsbehandlung entwickelt. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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Wissenschaftler der University of Southern California (USC) haben eine bahnbrechende Methode zur Krebsbehandlung entwickelt, indem sie das Gen-Editierungswerkzeug CRISPR ultraschallempfindlich machten. In Studien an Mäusen konnte mit dieser neuen Technologie die vollständige Zerstörung von Krebszellen erreicht werden.

Obwohl CRISPR als äußerst wirksames Werkzeug im Bereich der Gen-Editierung bekannt ist, kann es außerhalb des Zielbereichs aktiv werden und Nebenwirkungen im Immunsystem verursachen.

Die Forscher an der USC haben ein System entwickelt, mit dem kontrolliert werden kann, in welchem Bereich und zu welcher Zeit CRISPR aktiv wird.

Bei dieser Methode wird CRISPR dem Patienten intravenös verabreicht und mittels Ultraschall an die gewünschte Stelle gelenkt. Durch fokussierte Ultraschallimpulse wird die Temperatur in diesem Bereich erhöht, wodurch das Gen-Editierungswerkzeug ausschließlich am Zielort seine Arbeit aufnimmt.

Peter Yingxiao Wang, einer der Hauptautoren der Studie, fasste diese Methode mit den Worten zusammen: „Sie können das System jederzeit ein- und ausschalten. CRISPR wird seine Funktion nur an dem von Ihnen festgelegten Ort und zur festgelegten Zeit erfüllen.“

ANGRIFF AUF KREBSZELLEN

Die Forscher modifizierten CRISPR so, dass es auf die Telomere an den Enden der Chromosomen von Krebszellen abzielt. Auf diese Weise wurde nicht nur das Absterben der Krebszellen erreicht, sondern auch das Immunsystem dazu angeregt, die Tumore zu bekämpfen.

ERFOLG BEI MÄUSEN ERZIELT

In der Studie wurde das Gen-Editierungswerkzeug CRISPR mit Immunzellen (CAR-T-Zellen) kombiniert, um eine vielseitige Behandlung anzuwenden. Die CAR-T-Zellen wurden dem Patienten entnommen und genetisch so umprogrammiert, dass sie spezifische Krebszellen angreifen.

Bei dieser Methode wurde CRISPR eingesetzt, um die Produktion eines Proteins namens CD19, das in großen Mengen auf der Oberfläche von Krebszellen vorkommt, zu steigern.

In den durchgeführten Tests führte diese kombinierte Behandlung dazu, dass bei allen Mäusen mit subkutanen Tumoren der Krebs vollständig beseitigt wurde und eine Überlebensrate von 100 % erreicht wurde. Im Gegensatz dazu lag die Überlebensrate bei Mäusen, die nur mit der CAR-T-Zelltherapie behandelt wurden, bei lediglich 40 %.

Obwohl die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichten Forschungsergebnisse vielversprechend sind, sind weitere Studien erforderlich, bevor diese Methode am Menschen angewendet werden kann. Die Forscher planen, sich auf die Weiterentwicklung dieser Technologie zu konzentrieren und neue Anwendungen jenseits der CAR-T-Zelltherapie zu erforschen.