Die Symptome der modernen Krankheit 'Angststörung'

Der Facharzt für psychische Gesundheit und Erkrankungen, Doç. Dr. Taha Can Tuman, äußerte wichtige Warnungen bezüglich der generalisierten Angststörung, die im täglichen Leben immer häufiger auftritt.

İHA

Doç. Dr. Taha Can Tuman wies darauf hin, dass die generalisierte Angststörung eine bedeutende Erkrankung ist, die die Lebensqualität beeinträchtigt, und erklärte: „Sie tritt häufiger bei Menschen mittleren Alters und älteren Menschen, bei Frauen, bei Personen mit Begleiterkrankungen sowie bei Alleinlebenden auf. 

Zusätzlich zu ständiger Sorge und Ängstlichkeit müssen mindestens drei der folgenden Symptome vorliegen: Unruhe, Anspannung, leichte Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafstörungen wie Einschlaf- oder Durchschlafprobleme, Muskelverspannungen sowie Reizbarkeit.“

Doç. Dr. Tuman definierte das Krankheitsbild wie folgt: „Eine generalisierte Angststörung kann als übermäßige Sorge und Ängstlichkeit in Bezug auf viele Ereignisse oder Aktivitäten definiert werden, die fast täglich auftritt und mindestens 6 Monate anhält, wobei die betroffene Person Schwierigkeiten hat, ihre Sorgen zu kontrollieren. Die Patienten machen sich ständig Sorgen über alltägliche Ereignisse und berichten, dass sie sich schon seit sehr langer Zeit dauerhaft ängstlich fühlen. 

Die Inhalte der Sorgen sind dieselben wie bei gesunden Menschen, jedoch sind sie bei Betroffenen sehr intensiv und langanhaltend, was die tägliche Funktionsfähigkeit und Lebensqualität negativ beeinflusst.

Zusätzlich zu ständiger Sorge und Ängstlichkeit müssen mindestens drei der folgenden Symptome vorliegen: Unruhe oder Anspannung, leichte Ermüdbarkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, Schlafstörungen wie Einschlafprobleme, Durchschlafprobleme oder ein unruhiger, nicht erholsamer Schlaf, Muskelverspannungen sowie Reizbarkeit. Die Betroffenen geben meist an, sich schon lange Zeit ständig ängstlich zu fühlen“, sagte er.

ACHTUNG BEI RÜCKENSCHMERZEN, SCHWITZEN UND MUNDTROCKENHEIT

Doç. Dr. Tuman ging auch auf die körperlichen Auswirkungen der generalisierten Angststörung ein und fuhr fort:

„Die generalisierte Angststörung ist eine wichtige Erkrankung, die die Lebensqualität mindert und die tägliche Funktionsfähigkeit ernsthaft beeinträchtigt. Sie tritt häufiger bei Menschen mittleren Alters und älteren Menschen, bei Frauen, bei Personen mit Begleiterkrankungen, bei Menschen mit niedrigem sozioökonomischem Status sowie bei Alleinlebenden auf. Bei Menschen mit generalisierter Angststörung treten häufig körperliche Symptome wie Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, Muskelverspannungen, Hitzewallungen, Herzklopfen, Atemnot, Schwitzen, Zittern, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden, Taubheitsgefühle oder Kribbeln auf. 

Die lebenslange Prävalenz der Erkrankung liegt bei etwa 5 Prozent. Aufgrund der lang anhaltenden Ängste kann bei diesen Patienten häufig eine zusätzliche Diagnose einer Depression gestellt werden. 

Bei diesen Patienten besteht ein unverhältnismäßiger und übermäßiger Zustand der Angst, der von der jeweiligen Situation und den Umständen abhängt. Die Themen der Sorgen können sich auf viele alltägliche Bereiche wie Arbeit, wirtschaftliche Lage, Gesundheit, Familie oder Kinder beziehen. Oft sind sie über viele Themen besorgt. Das grundlegende Problem ist die Schwierigkeit, die Sorgen zu kontrollieren.“

DIE SORGE STEHT IM VORDERGRUND

Abschließend erklärte Doç. Dr. Taha Can Tuman, dass in der Behandlung Medikamente und kognitive Verhaltenstherapie eingesetzt werden können: „In der Therapie wird die Intoleranz gegenüber Unsicherheit thematisiert.

Die Intoleranz gegenüber Unsicherheit führt dazu, dass die Sorge über einen langen Zeitraum anhält. Bei diesen Patienten können kognitive Verzerrungen auftreten, wie etwa die Annahme, dass Sorgen die Person vor Gefahren schützen, dass Dinge außer Kontrolle geraten könnten, wenn sie sich nicht sorgen, oder dass alles gut gehen wird, wenn sie sich sorgen. Das heißt, positive Überzeugungen in Bezug auf das Sorgen werden behandelt. 

Diese Überzeugungen können Sorgen auslösen. Menschen mit generalisierter Angststörung nehmen Bedrohungen bei negativen Ereignissen meist als hoch wahr, während sie ihre Problemlösungs- und Bewältigungsfähigkeiten unterschätzen. Sie nutzen das Sorgen als Methode zur Problembewältigung. 

Dieser Zustand verhindert, dass die Problemlösungsfähigkeiten des Individuums gesund funktionieren. Zudem führt der Versuch, sorgenvolle Gedanken zu kontrollieren oder zu unterdrücken, dazu, dass diese Gedanken noch weiter zunehmen. Erfahrungen in der Kindheit oder ein ängstliches Elternteil können zur Entwicklung von Schemata der Verletzlichkeit geführt haben. Vermeidungsverhalten und sicherheitsorientiertes Verhalten führen dazu, dass die Angst bestehen bleibt. In der Therapie werden Interventionen durchgeführt, die auf diese Komponenten abzielen“, schloss er.