Faktencheck: Behauptung, dass eine Nadelbiopsie durch die Freisetzung von „Toxinen“ im Tumor den Krebs beschleunigt, ist falsch
Laut der Analyse von Teyit sind Tumore keine Strukturen, die Toxine einschließen; zudem ist die Nadelbiopsie ein medizinisches Verfahren, das zur Krebsdiagnose eingesetzt wird.
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Teyit.org hat die in den sozialen Medien verbreitete Behauptung untersucht, dass „eine Nadelbiopsie den Krebs fortschreiten lässt, indem sie die im Tumor eingeschlossenen Toxine in den Körper freisetzt“. In der Analyse wurde festgestellt, dass diese Behauptung nicht der Wahrheit entspricht.
Nach Einschätzung von Teyit ist Krebs eine Krankheit, die durch Veränderungen in den Genen entsteht, welche das Wachstum und die Teilung von Zellen steuern. Ein Tumor bezeichnet Gewebemassen, die durch die unkontrollierte Vermehrung abnormaler oder geschädigter Zellen entstehen. Daher entbehrt die Behauptung, Tumore seien „nützliche Blasen“, die Toxine im Körper einschließen, jeder wissenschaftlichen Grundlage.
WELCHE ROLLE SPIELT DIE BIOPSIE?
Die Nadelbiopsie ist eine der Diagnosemethoden, die es ermöglicht, eine kleine Gewebeprobe aus einem verdächtigen Bereich zur Untersuchung zu entnehmen. Dieses Verfahren dient Ärzten als Wegweiser bei der Bestimmung des Vorhandenseins und der Art des Krebses. Den von Teyit angeführten Quellen zufolge gibt es keinen Mechanismus, bei dem durch das Eindringen der Nadel in den Tumor „Toxine in den Körper freigesetzt“ werden.
In der medizinischen Literatur wird im Zusammenhang mit Biopsien ein seltenes Risiko erwähnt, das als „Tumor-Seeding“ (Tumor-Aussaat) bekannt ist. In diesem Fall können einige lose Krebszellen an der Nadel haften bleiben und entlang des Einstichkanals verschleppt werden. Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Wahrscheinlichkeit sehr gering ist.
In der Analyse wurde zudem betont, dass eine Verzögerung der Biopsie ein größeres Risiko für das Fortschreiten des Krebses darstellen kann. Es wurde darauf hingewiesen, dass Ärzte Techniken wie eine Lokalanästhesie mit Epinephrin und Koaxialnadeln einsetzen können, um mögliche Risiken bei der Nadelbiopsie zu verringern.
Teyit verwies in seiner Bewertung auf Quellen des National Cancer Institute, der American Cancer Society und der National Library of Medicine. Zusammenfassend wurde die Behauptung, dass eine Nadelbiopsie „Toxine“ im Tumor freisetze und den Krebs beschleunige, als „falsch“ eingestuft.