Früherkennung bei Wirbelsäulenerkrankungen ist entscheidend
Die Früherkennung spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung der Spinalkanalstenose (Lumbale Spinalkanalstenose), einer Erkrankung, die durch die Verengung der Wirbelkanäle entsteht und die Lebensqualität negativ beeinträchtigt. Sind Lösungen ohne Operation möglich? Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten getroffen werden? Hier sind die Details...
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Der Facharzt für Neurochirurgie am Özel Sağlık Hastanesi, Op. Dr. Serkan Zengin, erklärte, dass sich eine Spinalkanalstenose im Lendenwirbelbereich durch Schmerzen im unteren Rücken und in den Beinen bemerkbar macht, die beispielsweise durch langes Gehen oder Stehen ausgelöst werden.
Zengin gab Informationen zu der Erkrankung und sagte: „Die Spinalkanalstenose (Lumbale Spinalkanalstenose) kann dadurch entstehen, dass die Bandscheiben mit zunehmendem Alter an Flüssigkeit verlieren, wodurch ihre stützende Funktion für die Wirbel abnimmt. Zudem können sie sich verlagern und Druck auf die Kanäle ausüben, durch die das Rückenmark und die Nerven verlaufen, was zu einer Verengung führt. Eine weitere Ursache ist die Verengung des Kanals durch das Wachstum der Gelenke in der Wirbelsäulenstruktur. Während nicht bei jedem Patienten Symptome auftreten, kann eine fortgeschrittene Spinalkanalstenose zu Rücken- und Lendenwirbelschmerzen, Beinschmerzen, Taubheitsgefühlen und Krämpfen sowie in sehr seltenen Fällen zu Darm- und Blasenbeschwerden führen.“
LÖSUNGEN OHNE OPERATION SIND IM FRÜHSTADIUM WIRKSAM
Zengin betonte, dass die Behandlung bei einer Früherkennung erfolgreichere Ergebnisse liefere: „Ähnliche Symptome wie Rückenschmerzen oder Beinschmerzen und Taubheitsgefühle können bei längerem Gehen oder Stehen auftreten. In diesem Zustand kann der Patient durch Sitzen, Beugen oder Hocken eine vorübergehende Linderung erfahren. Die Diagnose einer Spinalkanalstenose kann durch die Anamnese des Arztes, eine körperliche Untersuchung sowie radiologische Bildgebungsverfahren wie Röntgen, Computertomographie oder MRT gestellt werden. Die Heilungschancen durch medikamentöse Behandlung und Beobachtung sind sehr hoch. Bei fast 80 Prozent der Patienten führen medizinische und physiotherapeutische Methoden zu erfolgreichen Ergebnissen. Hier erhöht die Früherkennung den Behandlungserfolg erheblich.
Im Frühstadium können Muskelschmerzen sowie Erkrankungen der Lendenwirbelsäule, des Nackens und der Wirbelsäule weitgehend ohne chirurgischen Eingriff behandelt werden. Neben Medikamenten und Physiotherapie sind auch Behandlungen wie Radiofrequenzablation oder Nukleoplastie im Frühstadium sehr effektiv, um dem Patienten eine Genesung ohne Operation zu ermöglichen. Bei Patienten mit fortgeschrittener Verengung und starken Schmerzen, bei denen eine 3- bis 6-monatige medikamentöse Behandlung nicht anspricht, kann eine chirurgische Methode angewandt werden“, so Zengin.
CHIRURGISCHE BEHANDLUNGSMETHODE
Über den operativen Eingriff informierte Zengin wie folgt: „Bei der chirurgischen Behandlung wird die Operation individuell an den Schweregrad der Erkrankung des Patienten angepasst. Während der Operation wird zur Kontrolle eine Computertomographie direkt im Operationssaal durchgeführt. Dank dieser Hochtechnologie und erfahrener Hände kann das Komplikationsrisiko auf ein nahezu Null-Niveau gesenkt werden. Wenn eine Einklemmung und knöcherne Verengung auf verschiedenen Ebenen vorliegt, wird das wuchernde Knochengewebe verkleinert, der Durchmesser des Wirbelkanals erweitert, um den Druck auf die eingeklemmten Nerven zu verringern, und die Wirbelsäule mit Platin stabilisiert. Die Platin-Elemente verwachsen innerhalb von 6 Wochen nach der Operation mit dem Knochen. Auf diese Weise kann die Wirbelsäule ihre tragende Funktion weiterhin erfüllen. Nach der Operation wird der Patient in der Regel innerhalb von 2 Tagen entlassen. Nach dem Eingriff muss sich der Patient vor belastenden Bewegungen, dem Heben schwerer Lasten und Stößen schützen.“