Ganz oben bei den riskanten Lebensmitteln! 10 effektive Wege, das Krebsrisiko zu senken
Ihre Ernährungsweise, Ihre täglichen Gewohnheiten und Ihre Kochmethoden können einen weitaus größeren Einfluss auf Ihre Gesundheit haben, als Sie vielleicht denken. Experten zufolge ist es möglich, das Krebsrisiko durch die richtige Lebensmittelauswahl und einen gesunden Lebensstil um 30 bis 40 Prozent zu senken. Hier sind 10 wichtige Ernährungsempfehlungen, mit denen Sie durch einfache, aber effektive Änderungen an Ihrem Esstisch gegen Krebs vorbeugen können...
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Krebs ist heute eine der Hauptkrankheiten, die die öffentliche Gesundheit sowohl weltweit als auch in unserem Land bedroht. Als zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinträchtigt diese Krankheit jedes Jahr die Lebensqualität von Millionen Menschen. Während Brustkrebs die häufigste Krebsart bei Frauen ist, steht Lungenkrebs bei Männern an erster Stelle. Darüber hinaus ist in den letzten Jahren ein deutlicher Anstieg bei Darm-, Prostata-, Magen- und Gebärmutterkrebs zu beobachten.
Daten der Internationalen Agentur für Krebsforschung (GLOBOCAN) zufolge wird bis zum Jahr 2040 ein Anstieg der Krebsdiagnosen weltweit um etwa 48 Prozent erwartet, wobei die Zahl voraussichtlich 30 Millionen erreichen wird.
Experten zufolge ist es möglich, das Krebsrisiko durch einen gesunden Lebensstil um 30 bis 40 Prozent zu senken. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung, das Halten des Idealgewichts, regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf Tabak und Alkohol gehören zu den äußerst wirksamen Methoden der Krebsprävention. Gleichzeitig trägt die Wahl der richtigen Lebensmittel, die Sorgfalt bei den Kochmethoden und der Verzicht auf verarbeitete Lebensmittel dazu bei, das Risiko zu verringern.
Fachleute auf diesem Gebiet listen 10 Grundregeln auf, die zur Krebsprävention beachtet werden sollten, und geben lebenswichtige Warnungen.
ÜBERTREIBEN SIE ES NICHT BEIM ESSEN
Fettleibigkeit wird nicht nur mit chronischen Krankheiten in Verbindung gebracht, sondern steht auch in direktem Zusammenhang mit vielen Krebsarten wie Brust-, Dickdarm- (Kolon), Speiseröhren-, Nieren-, Gallenblasen-, Gebärmutter-, Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs. Die übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper führt zu einem Anstieg von Hormonen wie Östrogen, Insulin und dem insulinähnlichen Wachstumsfaktor-1 (IGF-1), was die Krebsentwicklung auslösen kann. Darüber hinaus erhöht die durch Fettleibigkeit verursachte chronische Entzündung (Inflammation) das Krebsrisiko weiter, indem sie Zellen schädigt.
Daher spielt die Aufrechterhaltung des Idealgewichts durch Portionskontrolle und die Entwicklung gesunder Ernährungsgewohnheiten nicht nur eine Rolle bei der allgemeinen Gesundheitsförderung, sondern ist auch entscheidend für die Krebsprävention.
VERZICHTEN SIE NICHT AUF GEMÜSE UND OBST
Gemüse und Obst sind reich an Antioxidantien, Vitaminen, Ballaststoffen und pflanzlichen Nährstoffen (Phytochemikalien) und spielen eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Zellschäden. Der Verzehr von buntem und vielfältigem Gemüse und Obst stärkt das Immunsystem und die natürlichen Abwehrmechanismen des Körpers. Aufgrund dieser Eigenschaften ist bekannt, dass sie auch zur Senkung des Krebsrisikos wirksam sind.
Es wird darauf hingewiesen, dass der tägliche Verzehr von durchschnittlich 5 Portionen (etwa 400 Gramm) Gemüse und Obst zur Krebsprävention beitragen kann. Besonders hervorzuheben sind hierbei dunkelgrünes Blattgemüse, schwefelhaltiges Gemüse (z. B. Brokkoli, Blumenkohl), rote und violette Früchte (z. B. Blaubeeren, Granatapfel) sowie orangefarbenes Gemüse und Obst (z. B. Karotten, Kürbis).
UNTERSTÜTZEN SIE IHRE DARMGESUNDHEIT MIT VOLLKORNPRODUKTEN UND BALLASTSTOFFEN
Vollkornprodukte wie Vollweizen, Hafer und Bulgur sowie Gemüse und Obst sind ballaststoffreiche Nahrungsquellen, die die Darmgesundheit unterstützen. Eine tägliche Aufnahme von etwa 25 bis 30 Gramm Ballaststoffen reguliert das Verdauungssystem und erleichtert die Ausscheidung von Giftstoffen aus dem Körper. Während die empfohlene Menge an Ballaststoffen das Verdauungssystem unterstützt, wirkt sie auch schützend gegen einige Krebsarten, insbesondere Darmkrebs. Die Wahl von Vollkornprodukten anstelle von Weißmehlprodukten erhöht die Ballaststoffaufnahme.
HALTEN SIE SICH VON DEN RISIKOREICHSTEN LEBENSMITTELN FERN
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat verarbeitetes Fleisch wie Würstchen, Salami und Sucuk als 'Gruppe 1 Karzinogen', also als die riskantesten Lebensmittel, eingestuft. Acar sagt: 'Insbesondere die in diesen Lebensmitteln enthaltenen Nitrite, Nitrate und die bei der Verarbeitung bei hohen Temperaturen entstehenden schädlichen Verbindungen werden mit Verdauungstraktkrebs, insbesondere Darmkrebs, in Verbindung gebracht. Untersuchungen zufolge steigt das Darmkrebsrisiko bei Personen, die täglich 50 Gramm verarbeitetes Fleisch konsumieren, um etwa 18 Prozent.'
BEGRENZEN SIE DEN KONSUM VON ROTEM FLEISCH
Der übermäßige Verzehr von rotem Fleisch und dessen Zubereitung mit falschen Kochmethoden wird mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einiger Krebsarten in Verbindung gebracht. Es wird darauf hingewiesen, dass ein wöchentlicher Konsum von rotem Fleisch von über 500 Gramm Verdauungstraktkrebs, insbesondere Dickdarmkrebs (kolorektaler Krebs), auslösen kann.
Das Garen bei hoher Hitze – insbesondere durch Methoden wie Grillen oder Rösten – führt zur Bildung schädlicher Verbindungen wie heterozyklische Amine (HCA) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) im Fleisch. Diese Substanzen gehören zu den potenziellen Karzinogenen.
Daher ist Mäßigung beim Verzehr von rotem Fleisch von großer Bedeutung. Sich auf 1-2 Mal pro Woche zu beschränken und gesündere Garmethoden wie Kochen oder Backen im Ofen zu wählen, ist ein sichererer Ansatz, um sowohl die Gesundheit zu schützen als auch das Krebsrisiko zu senken.
VERMEIDEN SIE ZUCKER UND RAFFINIERTE KOHLENHYDRATE
Übermäßiger Zuckerkonsum kann das Risiko für Fettleibigkeit erhöhen und indirekt den Boden für die Entwicklung einiger Krebsarten bereiten. Zudem ist bekannt, dass Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index im Körper chronische Entzündungen auslösen können. Dies kann zu Zellschäden führen und langfristig ein Umfeld schaffen, das Krebs begünstigt.
Daher ist es von großer Bedeutung, auf zuckerhaltige Getränke, Süßigkeiten und raffinierte Kohlenhydrate aus Weißmehl zu verzichten. Stattdessen natürliche Kohlenhydratquellen wie Vollkornprodukte, frisches Obst und Gemüse zu wählen, ist sowohl für die allgemeine Gesundheit als auch für die Krebsprävention der richtige Ansatz.
VERWENDEN SIE KEINE GESÄTTIGTEN FETTE UND TRANSFETTE
Gesättigte Fette (tierische Fette wie Butter, Talg) und Transfette (Margarine, verpackte Snacks, frittiertes Fast Food) können bei übermäßigem Verzehr Entzündungen im Körper verstärken und den Boden für einige Krebsarten bereiten. Im Gegensatz dazu wurde festgestellt, dass Omega-3-Fettsäuren Entzündungen reduzieren und insbesondere eine schützende Wirkung gegen Brust- und Prostatakrebs haben. Zudem zeigen Untersuchungen, dass gesunde Fettquellen wie Olivenöl, Walnüsse und Avocado, die in der mediterranen Ernährung weit verbreitet sind, unterstützend bei der Senkung des Krebsrisikos wirken.
KONSUMIEREN SIE KEINE GROSSEN MENGEN AN SALZ UND GESALZENEN LEBENSMITTELN
Eingelegtes Gemüse, Fertigsuppen, verarbeitete Snacks und gepökelte Lebensmittel enthalten übermäßig viel Natrium. Übermäßiger Salzkonsum kann insbesondere das Magenkrebsrisiko erhöhen. Die Gewohnheit, Etiketten zu lesen, verarbeitete Lebensmittel zu reduzieren und Speisen anstelle von Salz mit natürlichen Aromen wie Zitrone, Gewürzen und Knoblauch zu verfeinern, ist sowohl für die allgemeine Gesundheit als auch für die Krebsprävention wichtig. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, den täglichen Salzkonsum auf 5 Gramm zu begrenzen, was etwa einem Teelöffel entspricht.
ACHTEN SIE AUF DIE GARMETHODE DER LEBENSMITTEL
Frittieren, Rösten über offenem Feuer und langes Garen bei hoher Hitze können zur Bildung schädlicher Verbindungen führen, die krebserregend wirken können. Insbesondere das Verkohlen von Fleisch kann dieses Risiko weiter erhöhen.
Daher wird empfohlen, beim Kochen gesündere Methoden wie Kochen, Dünsten, Backen im Ofen oder Grillen ohne Verbrennen zu wählen. Zudem ist es ein wichtiger Schritt zur Krebsprävention, darauf zu achten, dass Speisen nicht zu dunkel werden, verkohlte Teile nicht zu verzehren und auf die Garzeit zu achten.
VERZICHTEN SIE GANZ AUF ALKOHOL
Alkohol wird mit vielen Krebsarten in Verbindung gebracht, insbesondere mit Leber-, Brust-, Speiseröhren- und Darmkrebs. Jeder Alkoholkonsum erhöht das Krebsrisiko; eine sichere Untergrenze gibt es nicht. Internationale Gesundheitsbehörden empfehlen, zur Krebsprävention vollständig auf Alkohol zu verzichten.