Natürlichkeit oder Risiko? 5 wichtige Punkte, die man über Rohmilch wissen muss!
Rohmilch, die oft wegen ihrer vermeintlichen Natürlichkeit und Wirtschaftlichkeit bevorzugt wird, kann bei unsachgemäßer Lagerung unter unhygienischen Bedingungen ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen. Worauf sollte man also beim Konsum von Rohmilch achten? Hier sind 5 wichtige Punkte, die man über Rohmilch unbedingt wissen sollte!
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Während manche Menschen Rohmilch bevorzugen, weil sie sie für natürlicher, unverarbeitet und frischer halten, entscheiden sich andere aufgrund der vermeintlichen Kosteneffizienz gegenüber verpackter Milch dafür. Auch wenn die Zeiten, in denen Milchverkäufer mit Kannen von Haus zu Haus zogen, als nostalgische Erinnerung verblassen, wird Rohmilch auch heute noch konsumiert. Doch bei mangelnder Vorsicht kann der Konsum von Rohmilch zu schweren Infektionen und sogar lebensbedrohlichen Situationen führen.
Untersuchungen zeigen, dass Rohmilch, die ohne angemessene Hygiene- und Lagerbedingungen konsumiert wird, bei einigen Personen zu schwerwiegenden gesundheitlichen Problemen wie Nierenversagen oder Lähmungen führen kann. Experten warnen eindringlich vor dem Konsum nicht wärmebehandelter Milch und listen die Punkte auf, die unbedingt beachtet werden müssen.
ACHTEN SIE AUF DIE KOCHZEIT!
Rohmilch kann gesundheitsschädlich sein, da sie schädliche Mikroorganismen enthalten kann. Um diese Risiken zu eliminieren und die mikrobiologische Sicherheit zu gewährleisten, muss die Milch durch Verfahren wie Abkochen, Pasteurisierung oder Sterilisierung von Keimen befreit werden. Aufgrund der gesundheitlichen Risiken betont die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass Rohmilch sowie daraus hergestellte frische Weichkäse, Speiseeis oder Joghurt nicht ohne vorherige Behandlung verzehrt werden sollten. Die zu Hause häufig angewandte Methode des Abkochens sollte durchschnittlich 15 bis 20 Minuten dauern, um Mikroorganismen und die von ihnen produzierten Toxine unschädlich zu machen.
KANN ZU SCHWEREN KRANKHEITEN FÜHREN!
Rohmilch kann Bakterien wie Salmonella, E. coli und viele andere gefährliche Erreger enthalten. Es wurde nachgewiesen, dass das H5N1-Virus (Vogelgrippe) in der Rohmilch von infizierten Kühen vorkommen kann.
Rohmilch und Rohmilchprodukte (Käse, Sahne, Speiseeis usw.) bergen insbesondere im Hinblick auf eine Toxoplasmose-Infektion ernsthafte Risiken und können bei Übertragung auf Schwangere zu bleibenden Schäden beim ungeborenen Kind führen. Auch auf Reisen stellen solche Lebensmittel ein erhebliches Risiko für Infektionskrankheiten dar.
DIE KÜHLKETTE IST ENTSCHEIDEND
Rohmilch muss während des gesamten Prozesses vom Melken bis zum Verbraucher keimfrei gehalten werden; die Einhaltung der Kühlkette ist dabei von größter Bedeutung, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden. Daher sollte die Milch unmittelbar nach dem Melken in das Kühlkettensystem überführt werden. Dieser Vorgang muss innerhalb von maximal 4 Stunden abgeschlossen sein.
VORSICHT BEI RISIKOGRUPPEN!
Die in Rohmilch enthaltenen Bakterien können die Gesundheit jedes Menschen gefährden, der Rohmilch oder daraus hergestellte Produkte konsumiert. Während diese Bakterien bei manchen Personen Krankheiten mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Erbrechen, blutigem Durchfall, Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen auslösen, können sie in schwereren Fällen zum Tod führen. Zu den besonders gefährdeten Gruppen gehören: Schwangere, Kinder unter 5 Jahren, Personen über 65 Jahren, Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Herz- und Nierenkranke, Diabetiker, HIV-Infizierte sowie Menschen nach einer Organtransplantation.
PASTEURISIERUNG VERRINGERT NICHT DEN NÄHRWERT DER MILCH!
In der Gesellschaft herrscht oft der Irrglaube, dass die Pasteurisierung den Nährwert der Milch beeinträchtigt und Rohmilch gesünder sei. Diese Ansicht ist jedoch falsch.
Die Pasteurisierung vernichtet schädliche Mikroorganismen in der Milch, ohne den Nährwert nennenswert zu verändern. Der Rückgang bei Vitaminen und Proteinen ist nicht besorgniserregend. Ebenso befreit das UHT-Verfahren (Ultrahocherhitzung) die Rohmilch von Keimen, während die chemischen, physikalischen und sensorischen Eigenschaften weitgehend erhalten bleiben. Die Veränderungen der Nährwerte, wie etwa bei Vitaminen, die während der hohen Hitzeeinwirkung entstehen, sind im Hinblick auf die Lebensmittelqualität vernachlässigbar gering. Durch diese Verfahren wird sowohl das Risiko durch Mikroorganismen eliminiert als auch der Nährwert der Milch bewahrt.