Stellungnahme des Gesundheitsministeriums zu SMA-Medikamenten: Warum wurde Zolgensma nicht in die Liste aufgenommen?
Das Gesundheitsministerium hat eine Erklärung zu den bei der SMA-Behandlung eingesetzten Medikamenten abgegeben. Das Ministerium teilte mit, dass Medikamente mit den Wirkstoffen Nusinersen und Risdiplam in der Türkei zugänglich seien, während das Medikament Zolgensma aufgrund mangelnder wissenschaftlicher Nachweise nicht in die Liste der ausländischen Arzneimittel aufgenommen wurde. Zudem wurde auf die Behandlungskosten und das Prinzip des Sozialstaats verwiesen.
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In einer Erklärung über den Social-Media-Account des Gesundheitsministeriums wurde betont, dass die bei SMA-Erkrankungen eingesetzten Medikamente und der Behandlungsprozess genau verfolgt werden.
Nusinersen: Wurde 2017 in die Liste der ausländischen Arzneimittel aufgenommen und 2022 zugelassen sowie in den Erstattungsumfang integriert.
Risdiplam: Wurde 2020 in die Liste aufgenommen und 2024 zugelassen.
Während darauf hingewiesen wurde, dass diese beiden Medikamente in der Türkei weiterhin zugänglich sind, wurde erklärt, dass bei den Behandlungsprozessen von SMA-Patienten wissenschaftliche Daten als Grundlage dienen.
WARUM WURDE ZOLGENSMA NICHT IN DIE LISTE AUFGENOMMEN?
In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass das in der SMA-Behandlung diskutierte Medikament Zolgensma nicht in die Liste der ausländischen Arzneimittel aufgenommen wurde. Die Begründung für diese Entscheidung wurde wie folgt dargelegt:
"Das SMA-Wissenschaftskomitee hat das Medikament nicht in die Liste aufgenommen, da keine ausreichenden wissenschaftlichen Beweise dafür vorliegen, dass Zolgensma den bestehenden Behandlungen überlegen ist."
Das Ministerium kündigte an, dass die wissenschaftlichen Entwicklungen bezüglich der Krankheit genau verfolgt werden und dass die Ergebnisse internationaler klinischer Studien von hoher Qualität die Grundlage für die Behandlungsprozesse bilden werden.
BEHANDLUNGSKOSTEN UND BETONUNG DES SOZIALSTAATS
Das Gesundheitsministerium erklärte, dass neben der Wirksamkeit der SMA-Behandlungen auch deren Kosten berücksichtigt werden. In der Erklärung hieß es:
"Die bei SMA implementierten Behandlungen beinhalten eine Rationalisierung der Behandlungskosten im Verhältnis zum Nutzen für die Patienten. Das Gesundheitsministerium und die zuständigen Gremien müssen bei der Bewertung neuer Behandlungsoptionen auch das gesamte Arzneimittelbudget der Türkei sowie die Behandlung anderer Krankheiten berücksichtigen."
Es wurde betont, dass die Türkei im Bereich der Arzneimittel- und Medizinproduktdienstleistungen einer der bedeutendsten Sozialstaaten der Welt sei und dass der Staat entschlossen sei, SMA-Patienten die bestmöglichen Behandlungsmöglichkeiten zu bieten.