Worauf sollte bei Kindern mit Zähneknirschen geachtet werden?
Das Zähneknirschen bei Kindern ist, genau wie bei Erwachsenen, ein Zustand, der durch die unbewusste Überbeanspruchung der Kau- und Kiefermuskulatur entsteht. Doch welche Auswirkungen hat das Zähneknirschen und was kann getan werden, um diesen Zustand zu verhindern?
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Das Zähneknirschen entsteht bei Kindern, ebenso wie bei Erwachsenen, meist unbewusst während stressiger Aktivitäten oder im Schlaf, wenn die Kiefer- und Kaumuskeln über das normale Maß hinaus beansprucht werden und einen starken Druck auf das Kiefergelenk ausüben. Die Kinderzahnärztin Dt. Nurgül Demir weist darauf hin, dass dieser Zustand im Kindesalter zwar vorübergehende Probleme verursachen kann, aber im späteren Leben zu Gelenkerkrankungen führen kann, die komplexe Behandlungen erfordern. „Während es selbst bei Erwachsenen noch nicht möglich ist, das Zähneknirschen vollständig unter Kontrolle zu bringen oder eine dauerhafte Heilung zu garantieren, ist es von großer Bedeutung, bei Kindern die richtigen Schritte einzuleiten“, sagte sie.
Die Fachärztin erklärte: „Das aktive Sportleben der Kinder, intensiver Stress während der Prüfungsphasen, Mobbing durch Gleichaltrige in der Schule, die erste Trennung von den Eltern und die Eingewöhnung in neue Schulen, Kommunikationsprobleme mit den Eltern oder Unruhe im Elternhaus führen dazu, dass wir unsere Kinder schon in sehr jungen Jahren aufgrund von Bruxismus (Zähneknirschen) beobachten müssen.“ Sie fügte hinzu: „Das Zähneknirschen bei Jugendlichen kann, wie bei Erwachsenen, sowohl während des Schlafs beginnen als auch tagsüber auftreten. Zähneknirschen kann manchmal zusammen mit Zähnepressen auftreten. Da es bei unseren jungen Patienten schwieriger ist, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, liegt die Hauptverantwortung bei Kindern, bei denen wir Bruxismus diagnostizieren, bei den Eltern.“
Achtung bei Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen!
Nurgül Demir betonte, wie wichtig es ist, dass Eltern ihre Kinder während des Schlafs aufmerksam beobachten: „Wenn das Zähneknirschen von Zähnepressen begleitet wird, bemerken Eltern das Knirschen möglicherweise; bei Kindern, die nur mit den Zähnen pressen, wird die Diagnose jedoch meist erst gestellt, wenn Beschwerden wie Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen und Schlafstörungen auftreten. Bei Bruxismus-Patienten ohne schwere Symptome erfolgt die Erstdiagnose meist während einer zahnärztlichen Untersuchung. Eine frühzeitige Diagnose anhand von Anzeichen wie Abnutzung der Zahnoberflächen, Rissen, beschädigten Füllungen, Zahnfrakturen oder Schmerzen im Kiefergelenk kann schwerwiegende Probleme in der Zukunft verhindern. Nachdem die Krankengeschichte des Patienten detailliert aufgenommen wurde, hilft die Erstellung eines auf den Patienten und die Ursache abgestimmten Nachsorgeplans, mögliche Probleme zu vermeiden.“ Demir wies auch darauf hin, dass es bei schweren Bruxismus-Fällen zu Schäden an den Kiefergelenken kommen kann: „Es ist zudem bekannt, dass Atemaussetzer im Schlaf mit Bruxismus im Kindesalter in Verbindung stehen können. Man sollte nicht vergessen, dass Methoden wie Aufbissschienen und Botox bei der Behandlung von Bruxismus bei Kindern nicht geeignet sind. Wichtige Punkte, auf die bei Kindern mit Zähneknirschen geachtet werden sollte, sind folgende:“
1- Wenn man hört, dass das Kind im Schlaf mit den Zähnen knirscht, kann es helfen, es aus dem Tiefschlaf zu wecken, um die Kraft, die auf die Kaumuskeln ausgeübt wird, zu verringern und den entstehenden Schaden zu mildern. Zudem kann die Verringerung der Häufigkeit der Gewohnheit dazu beitragen, das Muskelgedächtnis zu schwächen und den Bruxismus mit der Zeit vollständig zu beseitigen.
2- Kaugummikauen kann dazu führen, dass die Kaumuskeln ständig aktiviert und gestärkt werden, was beim Zähneknirschen zu einer noch stärkeren Krafteinwirkung auf das Kiefergelenk und die Zähne führen kann. Bis das Zähneknirschen unter Kontrolle ist, sollte das Kaugummikauen bei Kindern so weit wie möglich eingeschränkt werden.
3- Unter Berücksichtigung der Schäden, die das Zähneknirschen am Kiefergelenk verursacht haben könnte, sollten Lebensmittel wie Äpfel oder Hamburger in kleine Stücke geschnitten werden, um zu vermeiden, dass bei weit geöffnetem Mund unkontrollierte Kräfte auf das Kiefergelenk einwirken.
4- Bei Kindern mit starkem Zähneknirschen kann es im Laufe der Zeit zu Zahnabnutzung und einer Verkleinerung der Unterkieferdimensionen kommen; daher sollten bei Bedarf vorgefertigte Kronen verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Zähne bis zum natürlichen Zahnwechsel im Mund verbleiben.
5- Bis die Gewohnheit des Zähneknirschens und -pressens unter Kontrolle ist, sollten die routinemäßigen Kontrolluntersuchungen beim Kinderzahnarzt nicht versäumt werden.