Gefahr einer großen Epidemie

Während sich das neue H3N2-Virus auf der Nordhalbkugel rasch ausbreitet, wurde in vielen Ländern Epidemie-Alarm ausgelöst. Das Virus, das insbesondere für ältere Menschen und Kinder ein Risiko darstellt, verbreitet sich aufgrund von Mutationen und der nachlassenden Wirksamkeit von Impfstoffen schnell.

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Das H3N2-Virus, eine neue Grippeart, hat begonnen, sich auf der Nordhalbkugel in Ländern wie Japan, Australien und Großbritannien rasch auszubreiten. In Japan wurde aufgrund der steigenden Fallzahlen landesweit eine Epidemie ausgerufen und Schulen wurden geschlossen. In Australien hat die Krankheit Rekordwerte erreicht.

Gesundheitsbehörden in Europa gaben an, dass das Virus sieben verschiedene Mutationen durchlaufen hat und die vorhandenen Impfstoffe nicht wirksam sind. In Großbritannien hat die Grippesaison früher begonnen, und die Bevölkerung wurde vor möglichen Todesfällen gewarnt.

GROSSE GEFAHR FÜR ÄLTERE MENSCHEN UND KINDER

Das H3N2-Virus äußert sich durch Grippesymptome wie Fieber, Husten und laufende Nase. Diese mutierte Variante ist jedoch besonders für Kinder und ältere Menschen gefährlicher. Ärzte weisen darauf hin, dass das Immunsystem aufgrund der neuen Mutationen des Virus das Virus langsamer bekämpft und die Krankheit einen schwereren Verlauf nimmt.

Wie bereits im Jahr 2017 erhöhen Symptome wie Atemnot nach hohem Fieber und extremer Flüssigkeitsverlust die Lebensgefahr. Dies macht eine Krankenhauseinweisung der Patienten erforderlich.

MUTATIONEN UND DIE AUSWIRKUNGEN DER EPIDEMIE

Einer der Gründe, warum die Grippesaison in diesem Jahr schwer verläuft, ist, dass sich das Virus im Vergleich zum Vorjahr verändert hat. Dr. Giuseppe Aragona erklärte gegenüber The Independent: „Kinder und ältere Menschen, die in den vergangenen Jahren weniger erkrankten, verstärken in diesem Jahr die Schwere der Epidemie.“ Zudem wies er darauf hin, dass Menschen, die von der kalten Luft in warme und geschlossene Räume kommen, die Ausbreitung der Epidemie beschleunigen.

Experten berichten, dass sich in den Sommermonaten sieben neue Mutationen entwickelt haben und die globale Erwärmung diese Situation begünstigt. Dass die Luft kalt genug ist, um das Immunsystem zu schwächen, aber nicht kalt genug, um die Viren abzutöten, fördert die Mutationen und die Epidemie.

BELASTUNG DER KRANKENHÄUSER KÖNNTE STEIGEN

Dr. Aragona erklärte, dass ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen gefährdet seien und die steigenden Grippefälle Druck auf die Krankenhäuser ausüben könnten. Er fügte jedoch hinzu, dass kein Grund zur Panik bestehe, man jedoch vorsichtig sein müsse. Impfungen und eine frühzeitige Diagnose gelten als die wirksamsten Schutzmaßnahmen gegen die Epidemie. Experten betonen zudem, dass eine gesunde Ernährung wichtig sei, um das Krankheitsrisiko zu senken.