Geheimnisvolle Lungenentzündungsfälle in China nehmen zu
Bei Kindern treten statt Husten eher Symptome der oberen Atemwege, Übelkeit und Erbrechen auf
12punto
Die geheimnisvolle Lungenentzündung, die sich in den letzten Tagen in China unter Kindern rasch ausgebreitet hat und auch in einigen europäischen Ländern aufgetreten ist, wirft die Frage auf: „Gibt es ein neues Virus?“
Wie die Nachrichtenagentur AA berichtet, wurde in einem am 21. November im Krankheitsinformationsnetzwerk ProMed der Internationalen Gesellschaft für Infektionskrankheiten (ISID) veröffentlichten Informationsblatt darauf hingewiesen, dass in Kinderkrankenhäusern in der chinesischen Hauptstadt Peking und in der Provinz Liaoning im Norden des Landes aufgrund von „nicht diagnostizierten“ lungenentzündungsähnlichen Fällen eine „extreme Überlastung“ herrsche.
Dr. Stephan Gibson schätzte in einer Nachricht, die er im ProMed-Netzwerk teilte, ein, dass bei der „Mykoplasmen-Pneumonie“, einer bakteriell bedingten Atemwegsinfektion, Husten zwar das Hauptsymptom der Krankheit sei, bei Kindern jedoch statt Husten Symptome der oberen Atemwege, Übelkeit und Erbrechen auftreten könnten. Andererseits wies Gibson darauf hin, dass bei der Mykoplasmen-Pneumonie „brennartige Infiltrationen“ in den Atemwegen zu beobachten seien und dass der bei diesen Fällen auf Röntgenaufnahmen der Lunge sichtbare Entzündungsbefund eine Anomalie darstelle.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilte heute in einer Erklärung mit, dass sie von China offizielle Informationen zu den nicht diagnostizierten Lungenentzündungsfällen bei Kindern angefordert habe.