Häufige Magenbeschwerden bei Arbeitnehmern
Veränderte Lebensbedingungen haben neue Krankheitsrisiken mit sich gebracht. Der Magen ist eines der Organe, das besonders unter den negativen Begleiterscheinungen unserer Zeit leidet, wie etwa Bewegungsmangel, lange Arbeitszeiten, unregelmäßige Ernährung und Stress.
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Die „gastroösophageale Refluxkrankheit“, die sich durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (saurer Aufstoß) bemerkbar macht, ist ein sehr häufiges Leiden.
Etwa 3 bis 4 von 10 Personen sind von diesem Problem betroffen. Übergewicht und Bewegungsmangel in Kombination mit schlechter Ernährung begünstigen die Entstehung von Reflux. Auch Rauchen, Alkohol sowie der bei Arbeitnehmern häufig konsumierte Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke erhöhen das Risiko.
Darüber hinaus kann Reflux bei einer Gruppe von Patienten auch ohne jegliche Beschwerden oder Symptome auftreten. In solchen Fällen kann die Diagnose mittels einer sogenannten pH-Metrie gestellt werden, einem System, das den Rückfluss der Magensäure präzise misst.
WIE DIE BEHANDLUNG ERFOLGT
Reflux-Patienten wird zunächst empfohlen, Gewicht zu verlieren, sich nach dem Essen nicht hinzulegen, auf fettige und frittierte Speisen zu verzichten sowie keinen Alkohol, keine Zigaretten, kein Koffein und keine kohlensäurehaltigen Getränke zu konsumieren. Anschließend wird eine medikamentöse Therapie eingeleitet. Wenn diese positiv anschlägt, wird ein lebenslanger Behandlungsplan erstellt, der eine Erhaltungstherapie oder die Einnahme von Medikamenten bei Bedarf vorsieht.
Bei einer Gruppe von Patienten, die nicht auf die Behandlung ansprechen, werden andere Ursachen für den Reflux untersucht. Je nach Verschlimmerung des Refluxes kann auf chirurgische Methoden zurückgegriffen werden.
Ein chirurgischer Eingriff kann bei Personen in Betracht gezogen werden, die nicht dauerhaft Medikamente einnehmen möchten, nicht abnehmen können, die Empfehlungen zu Verzicht auf Alkohol, Rauchen und Koffein nicht einhalten können oder die aufgrund von Anpassungsschwierigkeiten die Operation bevorzugen.
DAS RISIKO VON MAGENKREBS
Fehlerhafte Ernährungsgewohnheiten, Rauchen und Alkoholkonsum, ein bewegungsarmer Lebensstil sowie Fettleibigkeit stellen Risikofaktoren für Magenkrebs dar. Ein weiterer Faktor, der das Risiko für Magenkrebs erhöht, ist das Alter. Daher wird das Alter mit zunehmender Dauer zu einem Wert, den Experten besonders berücksichtigen.
Wenn die Person über 45 Jahre alt ist und Symptome wie Erbrechen, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit oder sehr starke Schmerzen auftreten, ist Magenkrebs eine Möglichkeit, die nicht übersehen werden darf. Zudem ist eine familiäre Vorbelastung mit Krebs oder das Vorliegen einer anderen Krebsart beim Patienten selbst ein Alarmsignal.
Früher wurden bei blutenden Geschwüren, nicht heilenden Geschwüren, Magenverengungen oder Perforationen Operationen durchgeführt, bei denen fast zwei Drittel des Magens entfernt wurden. Durch die Entdeckung des Bakteriums „Helicobacter pylori“, das maßgeblich für die Entstehung dieser Krankheiten verantwortlich ist, und die Entwicklung säurehemmender Medikamente ist eine Operation heute kaum noch erforderlich. Außer bei akuten Blutungen und Krebs werden diese Eingriffe heute nicht mehr durchgeführt.
DAS DETAIL DER SCHLECHTEN ERNÄHRUNG
Bei Büroangestellten treten häufig Gewichtsprobleme aufgrund von Bewegungsmangel auf. Zu den Folgen zählen Fettleber, Refluxkrankheit und Fettleibigkeit. Mit der Zunahme ungesunder Ernährungsgewohnheiten treten diese Krankheiten heutzutage immer häufiger auf.
Brennen im Oberbauch und Magenbereich, Verdauungsstörungen, saures Aufstoßen und Blähungen sind heutzutage sehr verbreitet. Diese Beschwerden können auf Reflux hindeuten, während Symptome wie Brennen oder Schmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, auf ein Geschwür zurückzuführen sein können.
Ein Geschwür entsteht durch eine Störung der Integrität der Magenschleimhaut. Nicht behandelte Geschwüre können zu Blutungen, Verengungen und in seltenen Fällen zu Perforationen führen. Abgesehen davon können die Beschwerden manchmal auch von Verdauungsstörungen durch eingenommene Medikamente, unvollständiger Verdauung der Nahrung oder einem Spannungsgefühl im Magen herrühren.