Katarakt gehört zu den häufigsten Ursachen für Sehverlust im Alter: Experten warnen vor regelmäßigen Untersuchungen

Prof. Dr. Akif Özdamar von der Türkischen Ophthalmologischen Gesellschaft betonte, dass der Graue Star durch eine frühzeitige Diagnose und rechtzeitige Operation erfolgreich behandelt werden kann.

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Mit der steigenden Lebenserwartung tritt der Graue Star (Katarakt) in der älteren Bevölkerung häufiger auf und zählt zu den bedeutendsten behandelbaren Ursachen für Sehverlust. Prof. Dr. Akif Özdamar, Leiter der Abteilung für Katarakt- und Refraktionschirurgie der Türkischen Ophthalmologischen Gesellschaft, wies darauf hin, dass regelmäßige Augenuntersuchungen entscheidend für die rechtzeitige Erkennung und die Behandlung zum geeigneten Zeitpunkt seien.

Der Graue Star entsteht durch den Verlust der Transparenz der Augenlinse. Obwohl die Erkrankung meist altersbedingt auftritt, können auch Faktoren wie Verletzungen, Diabetes, langfristige Kortisoneinnahme und übermäßige Sonneneinstrahlung bei der Entstehung eine Rolle spielen.

Regelmäßige Augenuntersuchungen sind bei der Diagnose von Katarakt von großer Bedeutung.

SYMPTOME KÖNNEN SICH LANGSAM ENTWICKELN

Experten zufolge schreitet der Graue Star durch eine allmähliche Trübung des Sehvermögens voran. Eine blasse Farbwahrnehmung, Lichtempfindlichkeit, eine Verschlechterung der Nachtsicht und Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags gehören zu den hervorstechenden Symptomen der Erkrankung.

Prof. Dr. Özdamar wies darauf hin, dass Patienten die Sehverschlechterung oft lange Zeit nicht bemerken, da der Graue Star meist langsam voranschreitet. Aus diesem Grund sei es besonders für Personen über 50 Jahre wichtig, einmal jährlich eine Augenuntersuchung durchführen zu lassen.

Experten empfehlen, regelmäßige Kontrollen nicht zu vernachlässigen, um die Sehqualität im Alter zu erhalten.

DIE EINZIGE BEHANDLUNG IST DIE CHIRURGIE

Özdamar erklärte, dass die einzige Behandlungsmethode für den Grauen Star heutzutage die Operation sei und dass dank der fortschreitenden Technologie bei den Eingriffen erfolgreiche Ergebnisse erzielt werden könnten. Bei der Phakoemulsifikation, einer der am häufigsten angewandten Methoden, wird durch kleine Schnitte in das Auge eingedrungen, wobei die trübe Linse mittels Ultraschallenergie zertrümmert und entfernt wird.

Da die Schnitte bei dieser Methode klein sind, ist in den meisten Fällen keine Naht erforderlich; dies trägt zu einer kürzeren Operationsdauer und einem schnelleren Heilungsprozess bei. Anstelle der entfernten trüben Linse wird eine künstliche Intraokularlinse eingesetzt, die die Brechkraft der natürlichen Linse nachahmt.

Eine frühzeitige Diagnose bei Augenerkrankungen kann den Behandlungserfolg und die Lebensqualität beeinflussen.

Özdamar gab an, dass Patienten nach der Operation ihr Sehvermögen von vor der Kataraktentwicklung wiedererlangen können. Bei Patienten, bei denen der Graue Star jedoch sehr weit fortgeschritten ist oder bei denen zusätzliche Augenprobleme vorliegen, können Operationen mit größeren Schnitten erforderlich sein; in diesem Fall können sich die Operation und der Heilungsprozess verlängern.

Experten weisen darauf hin, dass die Diagnose des Grauen Stars zum richtigen Zeitpunkt nicht nur für die Sehqualität wichtig ist, sondern auch dafür, dass die Person ihren Alltag weiterhin unabhängig bewältigen kann. Regelmäßige Untersuchungen ermöglichen es, sowohl den Fortschritt der Erkrankung zu überwachen als auch die Entscheidung für eine Operation zum richtigen Zeitpunkt zu treffen.