Kreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in der Türkei
Während die Zahl der Todesfälle in der Türkei im vergangenen Jahr gestiegen ist, führen Kreislauferkrankungen weiterhin die Liste der Todesursachen an. Auffällig ist hingegen der Rückgang bei der Säuglings- und Kindersterblichkeit unter fünf Jahren.
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Das Türkische Statistikinstitut (TÜİK) hat die Sterbestatistik für das Jahr 2025 bekannt gegeben. Den veröffentlichten Zahlen zufolge stieg die Zahl der Todesfälle im Land von 489.734 im Jahr 2024 auf 491.684 im Jahr 2025. Die rohe Sterbeziffer blieb mit 5,7 Promille stabil. Das bedeutet, dass auf tausend Einwohner jährlich 5,7 Todesfälle entfielen.
Den Statistiken zufolge waren 55,1 Prozent der Verstorbenen Männer und 44,9 Prozent Frauen. Auch regionale Unterschiede traten in den Daten hervor. Im Jahr 2025 verzeichnete Sinop mit 10,8 Promille die höchste rohe Sterbeziffer, gefolgt von Kastamonu, Giresun und Balıkesir. Andererseits lagen die Sterberaten in Provinzen wie Şırnak, Hakkari, Van und Batman deutlich unter dem Landesdurchschnitt.
KREISLAUFERKRANKUNGEN AN DER SPITZE
Bei der Untersuchung der Todesursachen standen Kreislauferkrankungen mit 34,7 Prozent an erster Stelle. Es folgten Krebserkrankungen mit 16,1 Prozent und Atemwegserkrankungen mit 15,1 Prozent. Von den Todesfällen im Zusammenhang mit dem Kreislaufsystem waren 42,3 Prozent auf ischämische Herzkrankheiten, 24,6 Prozent auf andere Herzkrankheiten und 18,2 Prozent auf zerebrovaskuläre Erkrankungen zurückzuführen.
In dieser Kategorie verzeichnete Çanakkale mit 47,7 Prozent die höchste Sterberate. Balıkesir, Hatay und Burdur zählten ebenfalls zu den auffälligen Provinzen. Im Gegensatz dazu stechen Kilis, Hakkari, Istanbul und Kayseri als Provinzen mit den niedrigsten Sterberaten durch Kreislauferkrankungen hervor.
Bei den krebsbedingten Todesfällen dominierten bösartige Tumoren des Kehlkopfes, der Luftröhre und der Lunge, während auch Dickdarm- sowie lymphatische und hämatopoetische Tumoren einen bedeutenden Anteil ausmachten. Die höchste Sterberate durch diese Krankheiten wurde in Ağrı gemessen, die niedrigste in Kilis.
RÜCKGANG BEI SÄUGLINGS- UND KINDERSTERBLICHKEIT
Bei der Säuglingssterblichkeit gab es eine positive Entwicklung. Die Zahl der Säuglingstodesfälle sank von 8.484 im Jahr 2024 auf 6.988 im Jahr 2025. Die Säuglingssterblichkeitsrate pro tausend Lebendgeburten ging auf 7,8 Promille zurück. Ebenso sank die Kindersterblichkeit innerhalb der ersten fünf Lebensjahre auf 9,5 Promille. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 11,1 Promille.
Die veröffentlichten Statistiken zeigen, dass Kreislauferkrankungen und Krebs weiterhin die Haupttodesursachen bleiben, während der Rückgang bei der Säuglings- und Kindersterblichkeit darauf hindeutet, dass die Gesundheitspolitik positive Ergebnisse zeigt.