10 Faktoren, die das Magenkrebsrisiko erhöhen

Magenkrebs steht an sechster Stelle der am häufigsten auftretenden Krebsarten. Laut einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation sind Krebserkrankungen weltweit für jährlich 7,6 Millionen Todesfälle verantwortlich, wobei etwa 736.000 dieser Todesfälle auf Magenkrebs zurückzuführen sind. Hier sind 10 Faktoren, die das Magenkrebsrisiko erhöhen...

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Magenkrebs wird als ein abnormales Zellwachstum im Magen definiert. Zu den Hauptursachen und Risikofaktoren für Magenkrebs zählt an erster Stelle die Ernährungsweise.

Bei Männern tritt die Krankheit doppelt so häufig auf wie bei Frauen. Das häufigste Erkrankungsalter liegt zwischen 50 und 60 Jahren.

10 FAKTOREN, DIE DAS MAGENKREBSRISIKO ERHÖHEN

Familiäre Vorbelastung: Eine familiäre Vorbelastung gilt als Risikofaktor für Magenkrebs. Das Risiko, an Magenkrebs zu erkranken, ist bei Geschwistern und Kindern von Betroffenen erhöht. Es ist jedoch noch nicht geklärt, ob dieser Anstieg genetisch bedingt ist oder auf andere Risikofaktoren wie eine Helicobacter-pylori-Infektion zurückzuführen ist.

Fortgeschrittenes Alter: Wie bei anderen Krebsarten auch, tritt Magenkrebs häufiger in fortgeschrittenem Alter auf. So werden etwa 95 von 100 Magenkrebsfällen bei Personen ab 50 Jahren diagnostiziert.

Sehr salzhaltige Lebensmittel: Die Häufigkeit von Magenkrebs variiert weltweit von Land zu Land. Diese Unterschiede lassen sich teilweise durch regionale Ernährungsgewohnheiten erklären. Zum Beispiel erhöht eine Ernährungsweise mit einem hohen Konsum sehr salzhaltiger Lebensmittel das Magenkrebsrisiko. Daher ist die Magenkrebsrate in Japan, wo extrem salzige, gepökelte Lebensmittel beliebt sind, sehr hoch.

Zudem kann eine Ernährungsweise, die reich an bestimmten Konserven und verarbeiteten Lebensmitteln ist, das Magenkrebsrisiko ebenfalls erhöhen.

Verarbeitetes Fleisch und rotes Fleisch: Verschiedene Studien haben ergeben, dass bei Personen, die viel verarbeitetes Fleisch konsumieren (am häufigsten im Rahmen einer Fast-Food-Ernährung), ein leicht erhöhtes Magenkrebsrisiko besteht. Zu den verarbeiteten Fleischwaren zählen unter anderem Pastırma, Würstchen, Sucuk und Schinken. Diese Fleischprodukte enthalten chemische Substanzen, sogenannte Nitrosamine, die mit Magenkrebs in Verbindung gebracht werden.

Darüber hinaus steigt das Magenkrebsrisiko auch bei Personen, die sehr häufig und in großen Mengen rotes Fleisch verzehren. Jüngste Studien haben gezeigt, dass das Magenkrebsrisiko bei Vegetariern niedriger sein könnte als bei Menschen, die Fleisch essen.

Helicobacter-pylori-Infektion: Diese Infektion erhöht das Krebsrisiko im unteren Magenbereich um etwa das Sechsfache. Ein bestimmter Typ dieser Infektion, das sogenannte cagA-positive Helicobacter pylori, kann das Magenkrebsrisiko noch weiter steigern. Da die Mehrheit der Millionen Menschen, die mit diesem Bakterium infiziert sind, nicht an Krebs erkrankt, lässt sich schlussfolgern, dass auch andere Faktoren bei der Entstehung von Magenkrebs eine Rolle spielen. Ernährung und Rauchen könnten in Wechselwirkung mit dem Helicobacter-pylori-Bakterium zu Krebs führen.

Rauchen: Aufgrund der zahlreichen chemischen Inhaltsstoffe im Zigarettenrauch ist Rauchen ein bedeutender Risikofaktor für Magenkrebs. So verdoppelt Rauchen das Magenkrebsrisiko. Personen, die rauchen und eine Helicobacter-pylori-Infektion haben, tragen ein zehnmal höheres Risiko als Personen ohne diese Infektion, die nicht rauchen. Auch Personen, die selbst nicht rauchen, aber dem Rauch ausgesetzt sind, tragen das gleiche Risiko.

Geschwächtes Immunsystem: Bei HIV-Patienten (Human Immunodeficiency Virus), AIDS-Kranken, Patienten mit einem durch Infektionen unterdrückten Immunsystem sowie Patienten, die nach einer Organtransplantation Medikamente einnehmen, tritt Magenkrebs doppelt so häufig auf. Der Grund hierfür ist, dass solche Zustände das Risiko für Infektionen wie Helicobacter pylori erhöhen können.

Säurereflux: Säurereflux wird als das Zurückfließen von Magensäure in die Speiseröhre (Ösophagus) definiert. Dieser Zustand kann zu einer Entzündung der Speiseröhre (Ösophagitis) führen. Säurereflux kann das Krebsrisiko in dem Bereich des Magens erhöhen, der der Speiseröhre am nächsten liegt.

Adipositas: Fettleibigkeit kann zu vielen lebensbedrohlichen, ernsthaften Gesundheitsproblemen führen. Zum Beispiel hat sie über eine Insulinresistenz einen Effekt, der das Magenkrebsrisiko erhöht. Daher ist es für ein gesundes Leben von großer Bedeutung, Übergewicht abzubauen. Adipositas-Operationen bei stark übergewichtigen Personen führen zu einer Verringerung des Körperfettanteils und indirekt auch zu einer Reduktion der von diesen Fettzellen freigesetzten Hormone, die Krebs verursachen können. Durch diesen Effekt wird das Risiko für viele Krebsarten erheblich gesenkt.

Dennoch wurde gezeigt, dass Adipositas-Operationen das Magenkrebsrisiko leicht erhöhen können, da die Eingriffe die im Magen produzierte Säuremenge verringern. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Adipositas-Operationen nicht nur aus ästhetischen Gründen in Betracht gezogen werden, sondern nur bei tatsächlichem medizinischem Bedarf durchgeführt werden.