Neue Studie: Neben der Schrittzahl beeinflusst auch das Gehtempo das Risiko für vorzeitigen Tod
Eine im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte Studie zeigt, dass neben der täglichen Schrittzahl auch das Gehtempo mit dem Sterberisiko korreliert.
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Beim täglichen Gehen ist nicht nur die Anzahl der Schritte entscheidend, sondern auch das Tempo, in dem diese zurückgelegt werden, spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit. Eine neue Studie, die im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass sowohl die Schrittzahl als auch das Gehtempo mit dem Risiko für die Sterblichkeit aus allen Ursachen sowie für kardiovaskuläre Erkrankungen in Verbindung stehen.
In der Untersuchung wurden die Daten von tragbaren Geräten von 64.743 Teilnehmern im Alter zwischen 40 und 69 Jahren aus der UK Biobank-Datenbank analysiert. Die Teilnehmer wurden zwischen 2013 und 2015 sieben Tage lang mit am Handgelenk getragenen Geräten überwacht; dabei wurden ihre tägliche Schrittzahl und die Intensität ihres Gehens ausgewertet.
Den Ergebnissen zufolge ist das Zurücklegen von 7.500 bis 10.000 Schritten pro Tag mit der stärksten Verringerung des Risikos für einen vorzeitigen Tod verbunden, unabhängig vom Tempo. Die Studie deutet jedoch darauf hin, dass ein zügigeres Gehen unabhängig von der Gesamtschrittzahl ebenfalls ein wichtiger Indikator sein kann.
Die Forscher stellten fest, dass ein schnelleres Gehtempo von etwa 90 Schritten pro Minute für mindestens 30 Minuten täglich mit einem geringeren Risiko für die Sterblichkeit aus allen Ursachen korreliert. Dieses Ergebnis stützt die Interpretation, dass intensivere Bewegung in kürzerer Zeit für manche Menschen ähnliche Vorteile bieten kann wie längeres Gehen bei geringerem Tempo.
In der Studie wurde betont, dass die Erhöhung des Gehtempos insbesondere für mittlere und ältere Altersgruppen, denen es schwerfällt, die tägliche Schrittzahl zu steigern, ein flexibles Ziel darstellen kann. Es wurde dargelegt, dass bei Personen, die weniger als 5.000 Schritte pro Tag machen und einen eher inaktiven Lebensstil führen, eine Erhöhung des Tempos mit einer bemerkenswerten Verringerung des Risikos für die Sterblichkeit aus allen Ursachen sowie für kardiovaskuläre Erkrankungen verbunden sein kann.
Im Gegenzug berichteten die Forscher, dass Personen, die kein schnelles Gehen bevorzugen, auch durch eine höhere Schrittzahl gesundheitliche Vorteile erzielen können. Die Studie zeigt, dass Gehziele nicht nur anhand der täglichen Gesamtschrittzahl, sondern auch in Kombination mit dem Tempo und der Bewegungsintensität, die eine Person aufrechterhalten kann, bewertet werden sollten.