Neue Studie: Viagra schützt das Gehirn!
Einer Studie aus London zufolge ist das Alzheimer-Risiko bei Männern, die Potenzmittel einnehmen, geringer.
BBC
Wissenschaftlern des University College London zufolge wurde festgestellt, dass Alzheimer-Fälle bei Männern, die Potenzmittel einnehmen, seltener auftreten. Die Studie untersuchte die Verschreibungsdaten von mehr als 260.000 Männern, die unter erektiler Dysfunktion leiden.
In der fünfjährigen Studie wurden Männer, die Viagra einnahmen, mit Männern verglichen, die dies nicht taten. Während bei 8,1 von 10.000 Männern, die das Medikament einnahmen, Demenz auftrat, lag dieser Wert bei den Nicht-Anwendern bei 9,7. Dies deutet darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, bei Männern, die das Medikament einnehmen, um 18 Prozent geringer ist.
Experten erklären, dass weitere Tests erforderlich seien, um die Alzheimer-risikomindernde Wirkung des Medikaments direkt nachzuweisen. Viagra wurde ursprünglich als Blutdruck- und Herzmedikament entwickelt, um die Durchblutung zu fördern. Später wurde jedoch entdeckt, dass es im gesamten Körper wirkt, einschließlich der Blutgefäße im Penis.
In früheren Tierversuchen wurde bereits beobachtet, dass das Medikament eine schützende Wirkung auf Gehirnzellen hat. Eine der Studienleiterinnen, Dr. Ruth Brauer, gibt an, dass weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um die Ergebnisse zu bestätigen. Die Wissenschaftler äußerten zudem den Wunsch, zu erforschen, ob das Medikament eine ähnliche Wirkung bei Frauen hat.