Neuer Ausbruch gemeldet: 115 Personen betroffen
Auf einem von den USA aus gestarteten Kreuzfahrtschiff haben sich 102 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder mit dem Norovirus infiziert, was die Sorgen vor einer globalen Epidemie erneut in den Fokus rückt.
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Auf dem Kreuzfahrtschiff "Caribbean Princess", das vom US-Bundesstaat Florida aus in See gestochen war, wurde Norovirus-Alarm ausgelöst. Auf dem Schiff, das am 28. April den Hafen von Fort Lauderdale verlassen hatte, infizierten sich während der Fahrt 102 Passagiere und 13 Besatzungsmitglieder mit dem Virus. Während das Schiff am 11. Mai Port Canaveral erreichen soll, ist ein Zwischenstopp im Hafen von Puerto Plata in der Dominikanischen Republik geplant.
Experten wiesen darauf hin, dass sich das Norovirus insbesondere in geschlossenen Räumen schnell ausbreiten kann, und warnten vor einem möglichen Anstieg der Fälle von Übelkeit, heftigem Erbrechen und Durchfall unter den Passagieren. Diese Entwicklung führte dazu, dass die Desinfektions- und Isolationsmaßnahmen, die bereits nach ähnlichen Vorfällen im März ergriffen wurden, erneut verschärft wurden.
Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) gab bekannt, dass sie den Ausbruch auf dem Schiff genau beobachtet. Die Behörden teilten mit, dass die Reinigungsarbeiten an Bord aufgrund der Norovirus-Infektionen intensiviert wurden und zusätzliche Maßnahmen zur Verringerung des Ansteckungsrisikos umgesetzt werden.
Dass der Norovirus-Fall zeitgleich mit dem gefährlichen Hantavirus-Ausbruch auftritt, der sich weltweit über Nagetiere verbreitet, hat die gesellschaftlichen Sorgen verstärkt. Diese Infektionen, denen die Passagiere in der geschlossenen Umgebung ausgesetzt sind, wecken Erinnerungen an die Pandemie und erhöhen die Verunsicherung in der Öffentlichkeit.
Das Norovirus, das als Magen-Darm-Grippe bekannt und resistent gegen alkoholbasierte Desinfektionsmittel ist, äußert sich durch Symptome wie starke Bauchkrämpfe, heftiges Erbrechen und wässrigen Durchfall. Die CDC betont, dass Seife und Wasser eine Schlüsselrolle bei der Verhinderung der Virusausbreitung spielen, dass es keine spezifische Behandlungsmethode gibt und dass die Flüssigkeitszufuhr von entscheidender Bedeutung ist.
Da die Infektion 12 bis 48 Stunden nach dem Kontakt mit dem Virus Symptome zeigt, wird darauf hingewiesen, dass bei Kindern Erbrechen und bei Erwachsenen Durchfall im Vordergrund stehen. Zudem können leichtes Fieber und Abgeschlagenheit die Krankheit begleiten.
Es wurde mitgeteilt, dass die CDC und andere Gesundheitsorganisationen die Interventions- und Isolationsmaßnahmen auf dem Schiff fortsetzen werden und dass höchste Vorbereitungen getroffen wurden, um das Auftreten neuer Fälle zu verhindern.