Neuer Schritt beim Rauchverbot kommt ins Parlament

Gesundheitsminister Kemal Memişoğlu erklärte, dass man angesichts des Anstiegs beim Tabakkonsum an einer neuen Gesetzgebung arbeite. Die Regelung, die darauf abzielt, die Sichtbarkeit des Rauchens zu verringern, werde in Kürze dem Parlament vorgelegt.

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Gesundheitsminister Kemal Memişoğlu beantwortete Fragen zur aktuellen Agenda in einer Live-Sendung des Fernsehsenders Haber Global.

ANSTIEG BEIM TABAKKONSUM

Memişoğlu erinnerte daran, dass in den 2010er Jahren in der gesamten Türkei ein umfassender Prozess zur Bekämpfung des Rauchens durchgeführt wurde, und wies darauf hin, dass die Raucherquoten in jüngster Zeit, insbesondere bei Jugendlichen und Frauen, wieder angestiegen seien.

SCHRITTE ZUR PRÄVENTIVEN GESUNDHEIT

Er erklärte, dass man angesichts dieser Situation nach dem Prinzip der „präventiven Gesundheit“ handle und einen neuen Kampfprozess durch Raucherentwöhnungskliniken und mobile Anti-Rauch-Teams eingeleitet habe. Er betonte, dass das Hauptziel bei der Tabakbekämpfung nicht Verbote und Strafen seien, sondern sicherzustellen, dass das Individuum aus eigenem Antrieb mit dem Rauchen aufhöre.

RAUCHVERBOT WIRD AUSGEWEITET

Memişoğlu gab an, dass man an einer Regelung arbeite, um die Raucherbereiche und die Sichtbarkeit des Rauchens zu reduzieren: „Wir arbeiten an einer Gesetzgebung, um die Raucherbereiche und die Sichtbarkeit des Rauchens zu verringern. Wir werden sie so schnell wie möglich dem Parlament vorlegen.“

ZIEL: REDUZIERUNG DER SICHTBARKEIT

Memişoğlu äußerte sich wie folgt zum Umfang des vorbereiteten Entwurfs:

„Wir müssen die Sichtbarkeit des Rauchens verringern. Wir erstellen einen Gesetzesentwurf, um sowohl die Sichtbarkeit der Raucher als auch der Materialien rund um das Rauchen zu reduzieren. Manchmal werden auch Nichtraucher beeinträchtigt. Deshalb arbeiten wir an einem umfassenden Gesetzesentwurf zu diesem Thema. Dieser Entwurf zielt darauf ab, sowohl die Raucher selbst als auch die Sichtbarkeit des Rauchens zu verringern. Wir möchten insbesondere nicht, dass unsere Kinder und Jugendlichen das Rauchen als etwas Sichtbares oder als ein natürliches Konsumgut wahrnehmen.“

KONSUMRATEN UND ZIELSETZUNG

Memişoğlu erklärte, dass der Tabakkonsum in der Türkei immer noch bei 33 Prozent liege und jeder dritte Mensch rauche; das Ziel sei es, diese Rate zu halbieren. Er betonte, dass das Rauchen viele negative Auswirkungen habe, von Lungenerkrankungen über Schlafqualität und Asthma bis hin zu Gefäßerkrankungen, und merkte an, dass es sich um eine Gewohnheit handele, die als Gesellschaft abgelegt werden müsse.