Rekordstrafen gegen Tabakkonsum geplant

Ein neuer Gesetzesentwurf in der Türkei, der großflächige Verbote und strenge Sanktionen für Tabakprodukte vorsieht, sorgt für Aufsehen in der Öffentlichkeit. Sobald die Regelung in Kraft tritt, wird es zu grundlegenden Veränderungen beim Tabakkonsum kommen.

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Die Türkei bereitet sich mit der umfassendsten Regelung für Zigaretten und Tabakprodukte der letzten Jahre auf eine neue Ära vor. Der 41 Artikel umfassende Gesetzesentwurf, der mit Unterstützung des Gesundheitsministeriums von der AK-Partei ins Parlament eingebracht werden soll, wurde mit dem Ziel einer „tabakfreien Generation bis 2040“ parallel zur Vision der Europäischen Union entwickelt. Der Entwurf enthält radikale Maßnahmen für den Konsum und Verkauf von Tabakwaren.

Einer der bemerkenswertesten Punkte ist das vollständige Verbot des Verkaufs sämtlicher Tabakprodukte in der gesamten Türkei ab dem 1. Januar 2040. Demnach werden nicht nur Zigaretten, sondern auch alle nikotinhaltigen Produkte wie E-Zigaretten und erhitzte Tabakgeräte vom Markt genommen.

Mit der neuen Regelung, die über das bestehende Verbot hinausgeht, soll auch der Einfluss des Tabakkonsums auf das gesellschaftliche Leben minimiert werden. Das Rauchen in Außenbereichen von Restaurants, Cafés und Konditoreien wird stark eingeschränkt. In Betrieben darf nur noch in einem speziellen Bereich, der maximal 10 Prozent der Fläche ausmacht, geraucht werden; in diesen Bereichen dürfen weder Speisen und Getränke serviert noch Kellnerdienste angeboten werden.

Auch bei den Verkaufsprozessen stehen wichtige Änderungen bevor: Die Ära der Barzahlung endet. Tabakprodukte dürfen nur noch über elektronische Systeme verkauft werden, bei denen eine Identitäts- und Altersprüfung möglich ist.

Die Produktion und der Vertrieb aller nikotinhaltigen Produkte, einschließlich E-Zigaretten und deren Derivate, werden ebenfalls vollständig unter das Verbot fallen. Für Verstöße gegen diese Regeln sind sehr harte Sanktionen vorgesehen.

HARTE SANKTIONEN

Zu den geplanten Sanktionen gehören Geldstrafen zwischen 1 Million TL und 5 Millionen TL für Personen oder Unternehmen, die weiterhin entgegen dem Verbot Tabak verkaufen oder produzieren. Dieser Betrag entspricht einer etwa 100-fachen Erhöhung gegenüber bisherigen Praktiken. Sollten Tabakprodukte an Kinder verkauft werden, ist eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr vorgesehen.

Einzelpersonen, die in den festgelegten Verbotszonen Tabakwaren konsumieren, müssen mit einem Bußgeld von 5.000 TL rechnen. Betriebe, die sich nicht an die Regeln halten, werden in der ersten Stufe mit einer Geldstrafe ab 50.000 TL belegt; bei Wiederholung drohen schrittweise Sanktionen bis hin zur Schließung.

Wenn der vorbereitete Entwurf auf die Tagesordnung des Parlaments kommt, wird eine bedeutende Veränderung beim Zugang zu und dem Konsum von Tabakprodukten im ganzen Land erwartet. Während diese Schritte zum Schutz der öffentlichen Gesundheit unternommen werden, wird genau beobachtet werden, ob die Regelung umgesetzt wird und welche Auswirkungen sie in der Praxis haben wird.