Schützen Sie Ihre Nierengesundheit während des Ramadan

Der Nephrologe Dr. Burak Canver hat wichtige Empfehlungen zum Schutz der Nierengesundheit während des Ramadan gegeben.

İHA

Der Nephrologe Dr. Burak Canver erklärte, dass man sowohl beim Sahur als auch beim Iftar auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten sollte, um das Risiko von Nierensteinbildungen zu verringern.

Während des Ramadan betonte der Nephrologe Dr. Burak Canver, wie wichtig es sei, zwischen Iftar und Sahur reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen, sich ausgewogen zu ernähren und die Einnahme von Medikamenten nicht zu vernachlässigen. Er sagte: „Es besteht immer das Risiko, dass die langen Hunger- und Durstperioden während des Ramadan die Nierengesundheit gefährden. Besonders bei älteren Patienten, Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Patienten, die aufgrund von hohem Blutzucker oder Blutdruck zahlreiche Medikamente einnehmen, sowie bei Personen, die bereits an einer gewissen Nierenerkrankung leiden, ist dieses Risiko noch höher. Zudem verstärkt der Umstand, dass der Ramadan aufgrund der längeren Hunger- und Durstzeiten in die heißen Sommermonate fällt, die Sorgen sowohl der Patienten als auch der Ärzte hinsichtlich der Nierengesundheit.“

''KANN ZU EINER ABNAHME DER NIERENFUNKTION FÜHREN''

Dr. Canver führte aus: „Wenn in der Zeit zwischen Iftar und Sahur nicht genügend Flüssigkeit aufgenommen wird, insbesondere wenn beim Sahur harntreibende Lebensmittel (wie koffeinhaltige Getränke wie Tee und Kaffee, Tomaten, Auberginen oder Knoblauch) konsumiert werden, kann dies zu Dehydrierung führen und das Risiko für Steinbildungen erhöhen. Zudem ist es sehr wichtig, die täglichen Aktivitäten während der heißen Stunden zu reduzieren sowie schwere körperliche Arbeit und den Salzkonsum zu vermeiden. Eine unzureichende Wasserzufuhr kann schleichend und fortschreitend zu einer Abnahme der Nierenfunktion führen. Beim Sahur sollte auf den Verzehr von mehr als einem Ei, übermäßigem Konsum von Milch und Milchprodukten, Konserven, Innereien, Bananen, Melonen, Nüssen sowie Kräutertees mit unbekannter Zusammensetzung verzichtet werden.“

BETONUNG DER WICHTIGKEIT DER WASSERZUFUHR

Dr. Canver wies darauf hin, dass Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen oder Nierentransplantationen das Fasten nur unter ärztlicher Aufsicht in Betracht ziehen sollten: „Es ist eine Tatsache, dass Durst und eine verringerte Urinmenge zur Bildung von Nierensteinen führen. Es ist bekannt, dass eine tägliche Wasseraufnahme von mehr als 2 Litern für Patienten mit Nierensteinen vorteilhaft ist. Patienten mit Nierensteinen sollten diese religiöse Pflicht gemäß dem Rat ihres Arztes ausüben. Die Fastenzeit kann zwischen 8 und 20 Stunden variieren; während manche Menschen diese Zeit zu Hause in einer kühlen Umgebung verbringen, sind andere Hitze und körperlicher Aktivität ausgesetzt. Daher ist es notwendig, unter Berücksichtigung der persönlichen Merkmale, Begleiterkrankungen, Lebensumstände und körperlichen Aktivitäten der Patienten sowie unter der Voraussetzung regelmäßiger Kontrollen gemäß ärztlicher Empfehlung zu handeln.“