Skandal um gefälschte Gesundheitszeugnisse in Istanbul: Personal gab Proben für andere ab

Bei einer Operation gegen gefälschte Gesundheitszeugnisse im Erenköy-Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie in Istanbul kam heraus, dass Sicherheitskräfte durch die Abgabe von Urinproben für andere Personen zwischen 50.000 und 100.000 TL verdienten. 5 Personen wurden festgenommen, bei der Operation wurden 1 Million TL, Devisen und Gold sichergestellt.

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In Istanbul wurde im Erenköy-Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie eine „Fälschung“ bei Gesundheitszeugnissen aufgedeckt, die unter anderem für Bewährungsauflagen und Waffenscheine erforderlich sind. Bei der durchgeführten Operation wurde festgestellt, dass einige Sicherheitskräfte „Urinproben“ für andere Personen abgaben und für jedes Zeugnis fast 100.000 Lira erhielten. Im Zuge der Operation wurden 5 Personen festgenommen.

DURCH HINWEIS AUFGEDECKT

Teams der Abteilung für Finanzkriminalität der Istanbuler Polizeidirektion leiteten Ermittlungen ein, nachdem die Provinzgesundheitsdirektion bei der Generalstaatsanwaltschaft der anatolischen Seite Anzeige wegen des Verdachts auf die Erstellung gefälschter Gesundheitszeugnisse in einem Krankenhaus erstattet hatte.

VERSTECKTE KAMERA IM KRANKENHAUS INSTALLIERT

Die Teams, die im Rahmen der Ermittlungen eine versteckte Kamera im Erenköy-Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie installierten, stellten fest, dass einige Sicherheitskräfte Urinproben für Gesundheitszeugnisse abgaben, die für „Bewährungsauflagen“ und „Waffenscheine“ benötigt wurden.

Anhand der Aufnahmen stellten die Teams fest, dass der Sicherheitschef des Krankenhauses mit einer Urinprobe den Raum verließ und andere Verdächtige bei der Erstellung des gefälschten Zeugnisses halfen. Zudem wurde ermittelt, dass die Verdächtigen für jedes Zeugnis unrechtmäßige Gewinne zwischen 50.000 und 100.000 Lira erzielten.

1 MILLION LIRA, GOLD UND DEVISEN SICHERGESTELLT

Nach technischer und physischer Überwachung identifizierten die Teams die Adressen der Verdächtigen und nahmen bei der Operation 4 Sicherheitskräfte, 2 Dateneingabespezialisten, die zuvor wegen unrechtmäßiger Zeugnisse aus dem Dienst entlassen worden waren, sowie 17 Personen, die Proben abgaben, fest. Bei den Durchsuchungen an den Adressen wurden 1 Million Lira sowie Devisen und Gold sichergestellt, bei denen es sich vermutlich um Erträge aus Straftaten handelt. Von den Verdächtigen, die nach den polizeilichen Maßnahmen dem Gericht überstellt wurden, wurden 5 vom zuständigen Richter in Untersuchungshaft genommen, 18 wurden unter Auflagen freigelassen.