Virus-Alarm in Griechenland: 19 Tote
In Griechenland sind in diesem Jahr nach Angaben der Behörden 19 Menschen infolge des West-Nil-Virus verstorben.
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Der griechische Nationale Gesundheitsdienst (EODY) teilte mit, dass in der vergangenen Woche 9 neue Fälle des West-Nil-Virus diagnostiziert wurden.
In der Erklärung wurde angegeben, dass die Zahl der Todesopfer auf 19 gestiegen ist und das Virus insbesondere in den Regionen Thessalien, Zentralmakedonien, Ostmakedonien, Thrakien, Westmakedonien und Epirus nachgewiesen wurde.
Experten schätzen, dass die Fallzahlen in den kommenden Monaten weiter ansteigen werden.
Da es keinen Impfstoff gegen das West-Nil-Virus gibt, das in der Regel durch Stiche von Mücken der Gattung „Culex“ übertragen wird, wird ein Schutz vor Mückenstichen empfohlen.
WAS IST DAS WEST-NIL-VIRUS?
Das erstmals 1937 in Uganda identifizierte West-Nil-Virus ist eine Arbovirus-Infektion, die sich im Laufe der Jahre weltweit ausgebreitet hat. Die Krankheit, die meist durch Stiche von Culex-Mücken übertragen wird, verbreitet sich häufig zwischen Juni und September. Der Grund für die weltweite rasche Ausbreitung der Krankheit liegt darin, dass die virustragenden Mücken auch verschiedene Vogelarten stechen und diese infizieren.
Mit dem West-Nil-Virus infizierte Mücken können die Krankheit übertragen, wenn sie die Haut stechen. Bei den meisten Menschen verursacht das West-Nil-Virus nur leichte oder gar keine Symptome. In seltenen Fällen kann es jedoch zu gefährlichen neurologischen Infektionen führen.
GIBT ES DAS WEST-NIL-VIRUS IN DER TÜRKEI?
Das West-Nil-Virus wird in der Türkei seit 2010 nachgewiesen. Im Jahr 2018 wurde in Europa ein Anstieg der Fälle verzeichnet; in Italien und Griechenland kam es zu Ausbrüchen und Todesfällen, und im selben Jahr wurden auch in der Türkei 26 Fälle gemeldet. In der Türkei wurden im Zeitraum von 2010 bis November 2021 insgesamt 107 Fälle und 15 virusbedingte Todesfälle registriert.
Die auch in der Türkei auftretende „West-Nil-Virus-Infektion“ stellt insbesondere für ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Personen mit geschwächtem Immunsystem, wie etwa HIV/AIDS-Patienten, ein lebensbedrohliches Risiko dar.