Warnung von Experten vor Tagesschlaf: Häufiges Nickerchen könnte mit vorzeitigem Tod in Verbindung stehen

Eine langfristige wissenschaftliche Studie weist darauf hin, dass die Gewohnheit, tagsüber häufig und lange zu schlafen, bei älteren Menschen ein Anzeichen für verborgene gesundheitliche Probleme und ein erhöhtes Risiko für einen vorzeitigen Tod sein kann.

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Obwohl kurze Nickerchen am Tag, um das Müdigkeitsgefühl vorübergehend zu lindern, als harmlos angesehen werden, hat eine neue, in der medizinischen Fachwelt für Aufsehen sorgende Studie gezeigt, dass diese Gewohnheit gefährlicher sein könnte als bisher angenommen. In der über viele Jahre durchgeführten Untersuchung, die Personen ab 56 Jahren umfasste, wurde festgestellt, dass das Sterberisiko bei denjenigen steigt, die tagsüber häufig und lange schlafen.

Den Ergebnissen der Studie zufolge können insbesondere ungeplante Nickerchen zwischen 09:00 Uhr morgens und 19:00 Uhr abends als Alarmsignal des Körpers für verschiedene, noch nicht aufgetretene oder unbemerkte gesundheitliche Probleme dienen. Wissenschaftler weisen darauf hin, dass ein erhöhtes Bedürfnis nach einem Mittagsschlaf auf den Beginn neurologischer Erkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hindeuten kann.

Die Forscher verfolgten 19 Jahre lang die Schlafgewohnheiten von 1.338 Erwachsenen. Die Ergebnisse zeigten, dass bei Personen, die häufig tagsüber schliefen, nicht nur ein Rückgang der Energie zu verzeichnen war, sondern auch starke Zusammenhänge mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Störungen des Nervensystems bestanden. Es wird betont, dass dieser Zustand, der besonders im fortgeschrittenen Alter zur Gewohnheit wird, eines der ersten Anzeichen für eine Verschlechterung der Gesundheit ist.

Eines der auffälligsten Ergebnisse war das intensive Schlafbedürfnis in den frühen Morgenstunden. Experten zufolge können diese Nickerchen ein Anzeichen für entzündliche Prozesse im Körper sein, wie etwa eine schleichend verlaufende „chronische Entzündung“. Eine chronische Entzündung führt dazu, dass sich die Person den ganzen Tag über müde fühlt und ein größeres Schlafbedürfnis hat.

Umfangreiche Analysen, die mit Unterstützung der Harvard Medical School durchgeführt wurden, zeigen ebenfalls, dass lange und unregelmäßige Tagesschläfchen nicht nur auf einen schlechten Nachtschlaf zurückzuführen sind. Der Studie zufolge können solche Schlafstörungen Ausdruck tieferliegender gesundheitlicher Probleme wie Depressionen, Stoffwechselstörungen und einer Störung der biologischen Uhr sein.

Darüber hinaus unterstreichen die Wissenschaftler, dass die regelmäßige Überwachung der Schlafgewohnheiten für eine Früherkennung nützlich sein kann. In diesem Zusammenhang gewinnt die Nutzung von tragbaren technologischen Geräten und Smartwatches zunehmend an Bedeutung. Dr. Chenlu Gao erklärte dazu: „Schlafmuster können als Frühwarnsystem für eine sich verschlechternde Gesundheit dienen. Insbesondere Veränderungen der Herzgesundheit und der Gehirnfunktionen können durch Störungen der Schlafgewohnheiten erkannt werden, noch bevor sie klinische Symptome zeigen.“

Experten betonen, dass es für ältere Erwachsene von entscheidender Bedeutung ist, unbedingt einen Arzt zu konsultieren, wenn sie eine Veränderung ihrer Gewohnheiten hinsichtlich häufiger oder langer Tagesschläfchen bemerken.