Warnung vor erhöhtem Augeninnendruck für Personen über 40
Die Augenärztin Op. Dr. Şeyda Atabay weist auf das Glaukom hin, das im Volksmund als Grüner Star bekannt ist, und erklärt: „Es handelt sich um einen Zustand, bei dem ein erhöhter Augeninnendruck auf den Sehnerv drückt und dadurch Sehstörungen verursacht.“
İHA
Op. Dr. Şeyda Atabay merkt an, dass aufgrund des Drucks auf den Sehnerv zwar die Sehschärfe in frühen Stadien nicht stark beeinträchtigt sein mag, es jedoch zu schwerwiegenden Verlusten und Einschränkungen des Gesichtsfeldes kommen kann. Sie betont: „Die entstandenen Schäden sind irreversibel. Da die Krankheit bis in die letzten Stadien fortschreiten kann, ohne die Sehschärfe zu beeinträchtigen, gilt sie als tückisch. Solange der Druck nicht plötzlich auf sehr hohe Werte ansteigt – was bei den meisten Patienten schleichend verläuft –, wird die Krankheit vom Patienten nicht bemerkt. Sie verursacht im Auge keinerlei Schmerzen oder Symptome.“
Die Augenärztin Op. Dr. Şeyda Atabay weist darauf hin, dass die Erkrankung bei einer normalen Augenuntersuchung während eines Sehtests nicht unbedingt erkannt wird: „In Krankenhäusern mit hohem Patientenaufkommen ist es sehr schwierig, bei jedem Patienten einzeln den Augeninnendruck zu messen und eine Untersuchung des Augenhintergrunds (Fundus) durchzuführen.
Bei solch einem hohen Patientenaufkommen kann die Diagnose leicht übersehen werden. Aus diesem Grund empfehlen wir unseren Patienten dringend, sich auch ohne Beschwerden einer Augenuntersuchung zur Vorsorge des Augeninnendrucks zu unterziehen.
Bei Personen, in deren Familie bereits Fälle von Glaukom aufgetreten sind, ist das Risiko erhöht. Diese Patienten sollten ihre Kontrolluntersuchungen häufiger wahrnehmen.“
„KEINE BESTIMMTE ALTERSGRENZE“
Die Augenärztin Op. Dr. Şeyda Atabay betont, dass es für den erhöhten Augeninnendruck keine feste Altersgrenze gibt, und führt weiter aus:
„Er kann angeboren sein oder bereits im frühen Kindesalter auftreten. Am häufigsten wird er jedoch bei Menschen über 40 Jahren diagnostiziert.
Daher ist es für jeden Menschen über 40 ratsam, sich mindestens einmal jährlich auf den Augeninnendruck untersuchen zu lassen, selbst wenn keine familiäre Vorbelastung besteht. Der Augeninnendruck kann, ähnlich wie der Blutdruck, im Laufe des Tages schwanken.
Sogar bei Patienten, bei denen die Messungen des Augeninnendrucks normal ausfallen, kann der vorliegende Druck den Sehnerv bereits schädigen. Auf diese Fälle, die als Normaldruckglaukom bezeichnet werden, muss besonders geachtet werden. Zur Diagnose und Überwachung unserer Glaukom-Patienten nutzen wir verschiedene Tests.
Untersuchungen wie Gesichtsfeldmessungen, die Analyse der retinalen Nervenfasern und die OCT-Bildgebung sind sehr hilfreich, um den Schweregrad der Glaukom-Erkrankung zu bestimmen.
Das Glaukom ist eine tückische Krankheit. Wenn nicht gezielt danach gesucht wird, kann sie leicht übersehen werden. Eine späte Diagnose führt zu irreversibler Erblindung. Es ist weltweit die zweithäufigste Ursache für Erblindung. Bei der als vermeidbare Erblindungsursache geltenden Glaukom-Erkrankung kann das Sehvermögen durch frühzeitige Diagnose und Behandlung über lange Zeiträume hinweg erhalten bleiben.“