Was ist „Brain Fog“? Experten warnen: Nehmen Sie die Symptome ernst, die Ursache könnte tiefgreifend sein!

Der Begriff „Brain Fog“ (Gehirnnebel), der in den letzten Jahren vor allem in den sozialen Medien häufig verwendet wird, ist wissenschaftlich oder medizinisch noch keine definierte Krankheit. Experten zufolge kann dieser Zustand jedoch ein wichtiges Symptom sein, das sich durch ein Gefühl der verminderten geistigen Leistungsfähigkeit äußert.

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Prof. Dr. Barış Metin, Neurologe am Krankenhaus NPİSTANBUL der Üsküdar-Universität, erklärte, dass Brain Fog meist dann auftritt, wenn eine Person das Gefühl hat, ihre eigene geistige Leistungsfähigkeit habe nachgelassen, und dass hinter diesem Zustand verschiedene psychologische oder neurologische Ursachen stecken können.

BRAIN FOG IST KEINE KRANKHEIT, SONDERN EIN WAHRNEHMUNGSZUSTAND

Prof. Dr. Metin betonte, dass Brain Fog keine medizinische Krankheit sei: „Dieser Zustand wird eher dadurch definiert, dass Menschen Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren, Gedächtnisprobleme haben oder sich geistig verlangsamt fühlen. Wir werden mit Beschwerden wie der Unfähigkeit, klar zu denken, dem Gefühl, nicht richtig aus dem Schlaf erwacht zu sein, oder einer geringeren Produktivität als in der Vergangenheit aufgesucht.“

Metin wies darauf hin, dass diese Beschwerden in manchen Fällen auch daher rühren könnten, dass die Person ihre eigenen hohen Leistungserwartungen nicht erfüllen kann, und deutete darauf hin, dass hinter solchen Symptomen auch Krankheiten wie Depressionen, Angststörungen oder beginnende Demenz stecken könnten.

DEPRESSIONEN UND ANGSTSTÖRUNGEN LÖSEN BRAIN FOG AUS

Prof. Dr. Metin erklärte, dass Depressionen und Angstzustände zu den Hauptfaktoren gehören, die Brain Fog verursachen: „In bildgebenden Verfahren des Gehirns sehen wir, dass diese Störungen die Frontallappen beeinflussen, die die Zentren für Entscheidungsfindung und Gedächtnis sind. Dies kann zu Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen führen und beim Individuum eine verminderte geistige Leistungsfähigkeit hervorrufen. Gedächtnisstörungen werden oft als Brain Fog wahrgenommen“, sagte er.

HÄUFIGES TRÄUMEN KANN AUF SCHLECHTE SCHLAFQUALITÄT HINDEUTEN

Zum Zusammenhang zwischen häufigem Träumen und Brain Fog sagte Metin, dass dies tatsächlich ein Anzeichen für einen gestörten Schlafrhythmus sein könne. „Wir träumen jede Nacht, aber wenn man sich an die Träume erinnert, deutet das darauf hin, dass der Schlaf unterbrochen wurde. Zustände wie Schlafapnoe oder Depressionen mindern die Schlafqualität, was wiederum den Brain Fog verstärken kann“, sagte er.

BRAIN FOG IST KEINE SEHSTÖRUNG

Prof. Dr. Metin unterstrich zudem, dass der Begriff Brain Fog nichts mit dem Sehvermögen zu tun habe. „Brain Fog ist ein kognitiver Zustand, kein visueller. Er sollte nicht als verschwommenes Sehen missverstanden werden“, sagte er.

ZUR BEHANDLUNG MUSS DIE GRUNDURSACHE BESTIMMT WERDEN

Der Facharzt betonte, dass der wichtigste Schritt bei der Beseitigung von Brain-Fog-Beschwerden die korrekte Diagnose der zugrunde liegenden Ursache sei: „Wenn Patienten mit diesen Beschwerden zu uns kommen, stoßen wir meist auf Diagnosen wie Depressionen, Angststörungen, Schlafprobleme oder beginnende Demenz. Nachdem das zugrunde liegende Problem identifiziert wurde, sollte ein individueller Behandlungsplan erstellt werden“, sagte er.

LEBENSSTILEMPFEHLUNGEN ZUR VORBEUGUNG VON BRAIN FOG

Prof. Dr. Barış Metin gab folgende Empfehlungen, um Brain Fog vorzubeugen oder dessen Auswirkungen zu verringern:

  • Gewöhnen Sie sich regelmäßige Schlafgewohnheiten an und lassen Sie Schlafstörungen behandeln.

  • Lassen Sie Vitaminmängel überprüfen und nehmen Sie gegebenenfalls Nahrungsergänzungsmittel ein.

  • Bewahren Sie Ihre körperliche Gesundheit durch regelmäßige Bewegung.

  • Bewältigen Sie Stress und suchen Sie bei intensiven Angstzuständen professionelle Hilfe.

  • Beobachten Sie Ihre geistige Leistungsfähigkeit und suchen Sie bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt auf.