Was ist Gicht? Symptome und Behandlungsmethoden

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die durch die Ansammlung von Harnsäure in und um die Gelenke sowie durch einen übermäßig hohen Harnsäurespiegel im Blut entsteht. Gichtanfälle beginnen meist am großen Zeh oder an den unteren Gliedmaßen. Entgegen der landläufigen Meinung ist Gicht, von der schätzungsweise 5 % der Bevölkerung betroffen sind, keine Krankheit, die ausschließlich durch übermäßigen Fleischkonsum verursacht wird.

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WAS IST GICHT?

Gicht ist eine schmerzhafte Form der Arthritis, die durch die Ablagerung von Harnsäurekristallen in und um die Gelenke zu Rötungen und Empfindlichkeit führt. In einem gesunden Körper werden Substanzen in Harnsäure umgewandelt und ausgeschieden. Wenn die Ausscheidung von Harnsäure, die insbesondere bei proteinhaltigen Substanzen anfällt, nicht gewährleistet ist oder die Produktion zu hoch ist, reichert sie sich im Körper an und der Harnsäurespiegel im Blut steigt. Die Entzündung der Gelenke durch die Ablagerung von Harnsäure wird als „Gicht“ bezeichnet.

Obwohl Gicht ein rheumatisches Gesundheitsproblem ist, handelt es sich gleichzeitig um eine Stoffwechselerkrankung. Eine zu große Menge an Harnsäure lagert sich im Körper, insbesondere in den Gelenken und manchmal auch in den Nieren, ab. Eine Ablagerung in der Niere kann zu Nierensteinen führen oder die Nieren auch ohne Steinbildung schädigen.

WAS SIND DIE SYMPTOME VON GICHT?

Gicht verursacht Schwellungen aufgrund von Gelenkentzündungen und Schmerzen, die meist in den Zehen, Knöcheln, Knien und Fingerspitzen (insbesondere am großen Zeh) auftreten, was oft auf die Ansammlung von Säureionen im Körper in den frühen Morgenstunden zurückzuführen ist.

Die Symptome von Gicht sind:

Schwellung und Rötung der betroffenen Gelenke

Abschuppung und Schuppenbildung der Haut

Nachts zunehmende Gelenkschmerzen

Empfindlichkeit selbst bei leichtester Berührung

Brennendes Gefühl

Nierenbedingte Bauch- und Rückenschmerzen, Blut im Urin, Nierensteine

Chronifizierung der Schmerzen und Gelenkdeformierung

Diese Symptome treten plötzlich auf, dauern in der Regel 3 bis 10 Tage an und klingen anschließend wieder ab.

Wie wird Gicht behandelt?

Im Behandlungsprozess spielt die Anpassung der Ernährungsgewohnheiten eine entscheidende Rolle. Da purinreiche Lebensmittel den Harnsäurespiegel erhöhen können, wird empfohlen, solche Nahrungsmittel zu meiden. Insbesondere der Konsum von rotem Fleisch, Meeresfrüchten, Innereien und Alkohol sollte eingeschränkt werden. Gleichzeitig erleichtert das Trinken von reichlich Wasser die Ausscheidung von Harnsäure über die Nieren.

Gewichtskontrolle und regelmäßige Bewegung haben einen wichtigen Stellenwert bei der Behandlung von Gicht. Übergewicht kann den Harnsäurespiegel erhöhen und Gichtanfälle auslösen, daher ist es wichtig, das Idealgewicht zu halten. Bewegung hilft nicht nur beim Abnehmen, sondern unterstützt auch die Gelenkgesundheit. Übermäßige Anstrengung sollte jedoch vermieden werden; stattdessen empfiehlt sich ein leichtes, regelmäßiges Programm.

Pflanzliche Behandlungen und natürliche Nahrungsergänzungsmittel können die Gichttherapie ebenfalls unterstützen. Natürliche Produkte wie Kirschsaft, Vitamin C, Kurkuma und Ingwer können dazu beitragen, den Harnsäurespiegel zu senken und Entzündungen zu reduzieren. Es wird jedoch empfohlen, vor der Anwendung solcher Mittel einen Arzt zu konsultieren.

Die Kombination aus medikamentöser Behandlung und Lebensstiländerungen ermöglicht es, die Krankheit unter Kontrolle zu halten und Anfälle zu verhindern. Regelmäßige ärztliche Kontrollen und die Therapietreue sind äußerst wichtig, um Komplikationen, die durch Gicht entstehen können, vorzubeugen.

 

 

Quelle: Acıbadem