Zweiter globaler Notstand innerhalb von zwei Jahren durch die Weltgesundheitsorganisation

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat aufgrund des Affenpockenvirus, das sich von der Demokratischen Republik Kongo auf die Nachbarländer ausbreitet, zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren einen globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

İHA

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist aufgrund des Affenpockenvirus, das sich von der Demokratischen Republik Kongo auf die Nachbarländer ausbreitet, aktiv geworden.

Nachdem sich das Virus auch in Burundi, Kenia, Ruanda und Uganda ausgebreitet hat, rief die WHO zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren einen globalen Gesundheitsnotstand aus.

WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte: „Es ist offensichtlich, dass eine koordinierte internationale Reaktion notwendig ist, um diese Ausbrüche zu stoppen und Leben zu retten.“

Der globale Gesundheitsnotstand ist die höchste Alarmstufe der WHO und zielt darauf ab, Forschung, Finanzierung, internationale Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit sowie die Zusammenarbeit zur Eindämmung einer Krankheit zu beschleunigen.

AUCH IN AFRIKA WURDE EIN „GESUNDHEITSNOTSTAND“ AUSGERUFEN

Die Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (Africa CDC) hatten bereits gestern aufgrund des Affenpockenvirus, das sich von der Demokratischen Republik Kongo auf die Nachbarländer ausbreitet, einen „Gesundheitsnotstand“ für den gesamten Kontinent ausgerufen.

Die Africa CDC teilte mit, dass in diesem Jahr bisher mehr als 17.000 Fälle und 517 Todesfälle durch Affenpocken auf dem Kontinent gemeldet wurden, was einem Anstieg von 160 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Insgesamt wurden in 13 afrikanischen Ländern Fälle gemeldet.

ERSTMALS IM KONGO ENTDECKT

Affenpocken wurden erstmals 1970 in der Demokratischen Republik Kongo beim Menschen nachgewiesen und gelten seit Jahrzehnten in einigen Teilen Afrikas als endemisch. Eine mildere Variante des Virus verbreitete sich 2022 durch sexuelle Kontakte in über 100 Länder, was die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dazu veranlasste, die höchste Alarmstufe, den globalen Gesundheitsnotstand, auszurufen. Zehn Monate später erklärte die WHO die Gesundheitskrise für unter Kontrolle und beendete den Notstand.