WHO und UNICEF veröffentlichen Bericht: 2020 kam jedes zehnte Baby zu früh zur Welt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und Autoren der London School of Hygiene & Tropical Medicine haben eine Studie zu Frühgeburten veröffentlicht. Den Ergebnissen zufolge kamen im Jahr 2020 weltweit schätzungsweise 13,4 Millionen Babys zu früh zur Welt, was etwa jedem zehnten Lebendgeborenen entspricht.

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Weltweit kamen im Jahr 2020 schätzungsweise 13,4 Millionen Babys zu früh zur Welt, was etwa jedem zehnten Lebendgeborenen entspricht.

STÄRKUNG DER VERSORGUNG VON FRÜHGEBORENEN ERFORDERLICH

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und Autoren der London School of Hygiene & Tropical Medicine haben eine Studie zu Frühgeburten veröffentlicht. In dem Bericht heißt es: „Im Jahr 2020 wurden schätzungsweise 13,4 Millionen Babys zu früh geboren (vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche). Dies entspricht etwa jedem zehnten Lebendgeborenen.“ Frühgeburten seien die Hauptursache für Todesfälle im ersten Lebensjahr, so der Bericht, der zudem die dringende Notwendigkeit unterstreicht, die Versorgung von Frühgeborenen zu stärken, um die Überlebenschancen im Kindesalter zu erhöhen. Frühgeborene hätten im Erwachsenenalter ein höheres Risiko für schwere Krankheiten, Behinderungen, Entwicklungsverzögerungen sowie chronische Leiden wie Diabetes und Herzinsuffizienz. Der Bericht hält fest: „In keinem Teil der Welt gab es im letzten Jahrzehnt einen signifikanten Rückgang der Frühgeburtenraten. Zwischen 2010 und 2020 lag die jährliche globale Rückgangsrate bei Frühgeburten bei nur 0,14 Prozent.“

UNTERERNÄHRUNG TRÄGT ZUR PROBLEMATIK BEI

Die zwischen 2010 und 2020 veröffentlichten Schätzungen und Trends zu Frühgeburten offenbaren große Ungleichheiten zwischen Ländern und Regionen. „Im Jahr 2020 ereigneten sich etwa 65 Prozent der Frühgeburten in Subsahara-Afrika und Südasien. Dort kamen mehr als 13 Prozent der Babys zu früh zur Welt“, heißt es im Bericht. Frühgeburten seien kein Problem, das nur Länder mit niedrigem oder mittlerem Einkommen betreffe, sondern Familien auf der ganzen Welt. Während in Griechenland 11,6 Prozent und in den USA 10 Prozent der Geburten Frühgeburten waren, wurden in einigen Ländern mit hohem Einkommen Raten von 10 Prozent oder mehr verzeichnet. Eine schlechte gesundheitliche Verfassung der Mutter sowie Unterernährung tragen ebenfalls zu den hohen Frühgeburtenraten bei.

„SIE BENÖTIGEN BESONDERE PFLEGE“

Anshu Banerjee, Direktorin der Abteilung für Mütter-, Neugeborenen-, Kinder- und Jugendgesundheit bei der WHO, erklärte: „Frühgeborene sind besonders anfällig für lebensbedrohliche gesundheitliche Komplikationen und benötigen besondere Pflege und Aufmerksamkeit.“ Banerjee betonte, dass die Zahlen zu Frühgeburten die dringende Notwendigkeit unterstreichen, in bestehende Dienste zu investieren, um Frühgeborene und ihre Familien zu unterstützen. Sie wies insbesondere darauf hin, dass der Fokus auf den Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung vor und während der Schwangerschaft gelegt werden müsse.