Wichtige Warnung vor diesen im Handel erhältlichen Milchalternativen: Nährwert sehr gering!
Milchalternativen auf pflanzlicher Basis wie Mandel-, Soja-, Hafer- und Reismilch werden immer beliebter. Eine neue Studie von Forschern der Universität Brescia in Italien und der Universität Kopenhagen in Dänemark weist jedoch auf erhebliche Einbußen beim Nährwert dieser Produkte hin.
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Die Untersuchung analysierte, wie das Ultrahocherhitzungsverfahren (UHT) die Nährwertqualität von pflanzlichen Milchalternativen (PBMA) beeinflusst. Das UHT-Verfahren verlängert die Haltbarkeit der Produkte durch Sterilisation bei Temperaturen über 140 °C. Dieser Prozess kann jedoch die chemische Struktur der Nährstoffe verändern und zum Verlust einiger essenzieller Aminosäuren führen.
Die Lebensmittelwissenschaftlerin Marianne Nissen Lund von der Universität Kopenhagen betonte die Bedeutung dieses Verlusts für die menschliche Gesundheit: "Pflanzliche Milchalternativen enthalten im Vergleich zu Kuhmilch meist weniger Protein. Zudem verändern sich die vorhandenen Proteine durch die Hitzebehandlung, und ein Teil der essenziellen Aminosäuren geht verloren."
NIEDRIGERER NÄHRWERT
Im Rahmen der im Fachmagazin "Food Research International" veröffentlichten Studie wurden 10 verschiedene pflanzliche Milchalternativen und zwei Arten von Kuhmilch untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass, obwohl Sojamilch in einigen Fällen mehr Protein als Kuhmilch enthält, acht der untersuchten pflanzlichen Milchalternativen in Bezug auf den Proteingehalt hinter Kuhmilch zurückblieben. Auch die Mengen an essenziellen Aminosäuren waren in Kuhmilch höher.
Die Forscher fanden in den pflanzlichen Milchalternativen Spuren einiger chemischer Verbindungen wie Acrylamid und Hydroxymethylfurfural (HMF). Obwohl die Konzentrationen dieser Stoffe kein gefährliches Ausmaß erreichen, ist ihr Vorkommen in Lebensmitteln bemerkenswert. Lund wies darauf hin, dass insbesondere in Produkten mit gerösteten Mandeln Acrylamid nachgewiesen wurde.
Dennoch behauptet die Studie nicht, dass pflanzliche Milchalternativen aus gesundheitlicher Sicht grundsätzlich negativ zu bewerten seien. So besitzt beispielsweise Hafermilch Eigenschaften, die vor bestimmten Krebsarten schützen könnten. Die Forscher betonen jedoch, dass pflanzliche Milchalternativen aufgrund des Verarbeitungsprozesses weniger nahrhaft seien, und fordern transparentere Informationen über den Nährwert dieser Produkte.
Lund unterstrich die Bedeutung einer Hinwendung zu weniger verarbeiteten Lebensmitteln mit den Worten: "Eine grüne Transformation im Lebensmittelsektor sollte nicht darauf basieren, pflanzliche Inhaltsstoffe ultra-hochzuverarbeiten und dabei die Annahme zu treffen, dass diese Produkte gesund seien." Die Forscher empfehlen, dass zu Hause zubereitete und minimal verarbeitete Produkte effektiver darin sind, ihren Nährwert zu bewahren.