„Zap-X“-Technologie bewahrt Tumorpatientin vor dem Risiko der Taubheit
Das am Universitätsklinikum Hacettepe erstmals in der Türkei eingesetzte robotergestützte gyroskopische Radiochirurgie-System Zap-X hat den Hörverlust der 64-jährigen pensionierten Englischlehrerin Günsel Karaca gestoppt und das Risiko einer Taubheit beseitigt.
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Das am Universitätsklinikum Hacettepe erstmals eingesetzte robotergestützte gyroskopische Radiochirurgie-System Zap-X hat bei einer 64-jährigen Patientin, der aufgrund eines Tumors am Hörnerv die Taubheit drohte, den weiteren Hörverlust verhindert.
Eine der ersten Patientinnen, die mit Zap-X behandelt wurden, ist die 64-jährige pensionierte Englischlehrerin Günsel Karaca, die gegen einen Tumor an ihren Hör- und Gleichgewichtsnerven kämpfte.
Dank der Zap-X-Behandlung konnte das Wachstum des Tumors gestoppt werden, wodurch Karaca vor dem Risiko bewahrt wurde, ihr Gehör vollständig zu verlieren.
Der Leiter der Abteilung für Radioonkologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Hacettepe, Prof. Dr. Gökhan Özyiğit, erläuterte einige der Eigenschaften von Zap-X, die präzise Behandlungen ermöglichen.
Özyiğit erklärte, dass Günsel Karaca einen sogenannten „Akustikusneurinom“-Tumor habe, und führte weiter aus:
„Dies ist ein Tumor, der chirurgisch nur schwer zu entfernen ist, insbesondere da er den Hörnerv betrifft. Patienten stellen sich bei uns meist mit Hörverlust vor. Ein chirurgischer Eingriff in diesem Bereich kann bei diesen Tumoren dazu führen, dass sich der Hörverlust noch weiter verschlechtert. Mit dem Zap-X-Gerät können wir solche Tumoren problemlos behandeln. Wir können den bereits eingetretenen Hörverlust zwar nicht rückgängig machen, aber wir können verhindern, dass er weiter fortschreitet, und das Tumorwachstum zum Stillstand bringen.“
Prof. Dr. Özyiğit betonte, dass das Akustikusneurinom zwar gutartig sei, aber bei Wachstum Druck auf den Hirnstamm ausüben und ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen könne. Özyiğit fügte hinzu, dass Zap-X eine Behandlungsmethode sei, bei der die Patienten währenddessen Musik hören und unmittelbar nach der Behandlung in ihr normales Leben zurückkehren könnten.
Özyiğit fuhr wie folgt fort:
„Unsere Patientin, Frau Günsel, hatte sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite ein etwa 1 Zentimeter großes Akustikusneurinom. Auf der rechten Seite lag das Hörvermögen bei 11 Prozent, auf der linken Seite gab es einen Hörverlust von 20 Prozent. Wir haben uns entschieden, mit Zap-X zuerst die eine und am nächsten Tag die andere Seite zu behandeln. Die Behandlungsdauer beträgt durchschnittlich eine halbe Stunde. In diesem halben Stundentakt führen wir die Behandlung unserer Patientin ohne Skalpell und ohne Vollnarkose durch. Mit dieser Methode können wir eine Krankheitskontrolle von nahezu 100 Prozent erreichen, und das Gehör unserer Patientin wird sich nicht weiter verschlechtern.“
Özyiğit wies darauf hin, dass die Patienten während der Behandlung ihre gewünschte Musik hören können und noch am selben Tag in ihren Alltag zurückkehren. Er betonte, dass die Behandlung mit Zap-X mittels ionisierender Strahlung erfolge und kein chirurgischer Eingriff im klassischen Sinne stattfinde.
Günsel Karaca betonte, wie glücklich sie darüber sei, dass das Fortschreiten ihrer Krankheit gestoppt wurde: „Meine ersten Beschwerden begannen vor 6 Jahren mit Hörverlust. Anfangs habe ich dem keine große Bedeutung beigemessen, später kamen Schwindelattacken, Entzündungen im Ohr und Gleichgewichtsstörungen hinzu.“
Karaca drückte ihre Freude über das Behandlungsergebnis aus und erklärte, dass der Behandlungsprozess für sie keinerlei Schwierigkeiten mit sich gebracht habe und sie schnell in ihr normales Leben zurückkehren konnte.