Ausschluss-Sturm in der CHP: Mansur Yavaş schaltet sich ein, doch die Kılıçdaroğlu-Führung bleibt hart
Die Entscheidung zur Absetzung von Provinzvorsitzenden in der CHP wird trotz der Interventionen des Bürgermeisters von Ankara, Mansur Yavaş, fortgesetzt. Während die Parteizentrale an ihrer Haltung zu den Ausschlüssen festhält, wird befürchtet, dass die Spannungen innerhalb der Partei weiter eskalieren könnten.
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Nach der Entscheidung über die absolute Nichtigkeit hat Kemal Kılıçdaroğlu, der an die Spitze der CHP berufen wurde, gemeinsam mit seiner Führung eine Säuberungswelle in der Partei eingeleitet. Nach dem Ausschluss von 9 Abgeordneten wurden nun Disziplinarverfahren gegen weitere Mitglieder eingeleitet, darunter auch einige Provinzvorsitzende.
Es wird berichtet, dass der Bürgermeister von Ankara (ABB), Mansur Yavaş, der seit Beginn des Prozesses zu Besonnenheit und zur Einberufung eines Parteitags aufgerufen hatte, interveniert habe. Yavaş sei der Ansicht, dass die zunehmenden Schritte zur Säuberung in der Partei den Boden für dauerhafte Brüche innerhalb der CHP bereiten würden, und habe daher davor gewarnt, dass eine besonnene Politik der Parteizentrale vorteilhafter wäre. Nach vorliegenden Informationen erfolgten Yavaş' Bemühungen nicht durch direkte persönliche Gespräche, sondern über Parteiorgane und institutionelle Kanäle.
Doch diese Appelle von Mansur Yavaş blieben in der Parteizentrale ohne die erhoffte Wirkung. Die Parteiführung hält die Disziplinarakten weiterhin auf der Tagesordnung und ist von ihrem eingeschlagenen Kurs nicht abgewichen. CHP-Sprecher Müslim Sarı gab öffentlich bekannt, dass einige Provinzvorsitzende vor das Disziplinarkomitee geladen wurden und in zahlreichen Provinzverbänden personelle Veränderungen sowie neue Ernennungen vorgenommen wurden.
In den Kulissen der Partei wird darüber gesprochen, dass nach diesen Schritten eine neue Welle der Spannung beginnen könnte. Während Quellen, die der Führung nahestehen, erklären, dass die laufenden Prozesse das Ziel verfolgen, „die Disziplin in der CHP zu wahren“, interpretiert das Lager um Özgür Özel die jüngsten Maßnahmen als eine „Säuberungsoperation“.